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KI-Telefonkampagnen mit Voice-Agenten

Die Anrufliste kommt aus ameax, ein Voice-Agent führt die Gespräche, jedes Ergebnis landet als Aktivität, Wiedervorlage oder Verkaufschance beim Team.

Wie ein externer Voice-Agent Telefonaktionen vorarbeitet: Liste aus der ameax-Kampagne, Ergebnis per n8n zurück als Aktivität mit Ergebnis, Rückruf und Verkaufschance. Mit UWG- und KI-Hinweisen.

Eine Telefonaktion mit 400 Kontakten sieht auf dem Papier überschaubar aus. In der Praxis erreicht Ihr Team beim ersten Versuch vielleicht jeden fünften, der Rest ist in Besprechungen, im Urlaub oder hat die Mailbox an. Nach drei Tagen sind 150 Nummern gewählt, 40 Gespräche geführt, und die Hälfte der Notizen steht auf Zetteln statt im CRM. Die Vertriebsleitung weiß nicht, wie weit die Aktion ist, und die Interessenten aus der ersten Woche warten immer noch auf das versprochene Angebot.

Voice-Agenten, also KI-Systeme, die Telefongespräche führen, können einen Teil dieser Arbeit übernehmen: die Erreichbarkeit klären, Standardfragen stellen, Rückruftermine vereinbaren. Was sie nicht können, ist wissen, wen sie anrufen sollen, was mit diesem Kunden bisher besprochen wurde und wo das Ergebnis hin muss. Genau das liefert ameax.

Was ist eine KI-Telefonkampagne mit ameax?

Eine KI-Telefonkampagne ist eine Telefonaktion, bei der ein externer Voice-Agent-Dienst Gespräche nach einem vorgegebenen Leitfaden führt. ameax ist dabei kein Wählsystem, sondern das führende System: Die Anrufliste kommt per REST-API aus einer ameax-Kampagne, und ein n8n-Workflow schreibt jedes Gesprächsergebnis als Aktivität mit Ergebnis, Wiedervorlage, Kampagnenstatus und bei Interesse als Verkaufschance zurück in ameax.

Wer macht was?

Bei diesem Szenario ist die Aufgabenteilung besonders wichtig, weil drei Systeme beteiligt sind und jedes genau eine Rolle hat. ameax enthält keinen Dialer, keine Anruflisten-Funktion und keinen Voice-Agenten. Das ist kein Mangel, sondern die Arbeitsteilung: Sie prüfen vorab das Rechtliche, ameax weiß, wen man anrufen darf und sollte, der Voice-Agent führt die Gespräche, und ameax hält fest, was dabei herauskam.

BeteiligterRolleKonkret
ameaxFührendes System, GedächtnisKampagne mit Status, Kunden und Ansprechpartner, Historie, Betreuer, Ergebnisse als Aktivitäten
n8nTaktgeberStellt die Anrufliste zusammen, übergibt sie, nimmt Ergebnisse an und schreibt sie zurück
Voice-Agent-DienstGesprächsführungWählt, führt das Gespräch nach Leitfaden, liefert Zusammenfassung, Ergebnis und gegebenenfalls Transkript
Sprachmodell im WorkflowBearbeiterBereitet Gesprächskontext vor und ordnet Ergebnisse in feste Kategorien ein
MenschEntscheidung und AbschlussRuft Interessenten zurück, führt das Verkaufsgespräch, prüft Grenzfälle

Der Ablauf im Überblick

  1. Liste bilden: n8n fragt in ameax die Kunden einer Kampagne in einem bestimmten Status ab, auf Wunsch eingegrenzt nach Betreuer oder Umkreis.
  2. Prüfen: Der Workflow sortiert aus, wer nicht angerufen werden darf oder soll: ohne Telefon-Einwilligung, ohne Nummer, mit laufendem Vertriebskontakt.
  3. Kontext vorbereiten: Aus den letzten Aktivitäten fasst ein Sprachmodell in zwei Sätzen zusammen, was der Voice-Agent wissen sollte.
  4. Übergeben: Der Workflow schickt Kontakte, Kontext und die IDs aus ameax an den Voice-Agent-Dienst.
  5. Gespräch führen: Der Voice-Agent ruft an, stellt sich als KI-System vor und führt das Gespräch nach Leitfaden.
  6. Ergebnis melden: Nach jedem Anruf schickt der Dienst Ergebnis, Zusammenfassung und gegebenenfalls Transkript per Webhook an n8n.
  7. Zurückschreiben: n8n legt in ameax eine Aktivität „Anruf ausgehend“ mit Ergebnis an, schaltet den Kampagnenstatus weiter und erzeugt bei Bedarf eine Wiedervorlage.
  8. Übergeben an Menschen: Bei Interesse entstehen eine Verkaufschance und eine Wiedervorlage für den Betreuer, der das eigentliche Gespräch führt.

Der rechtliche Rahmen

Telefonwerbung ist in Deutschland streng geregelt, und ein automatisiert geführter Anruf ist davon nicht ausgenommen. Die folgenden Punkte beschreiben den allgemeinen Rahmen. Sie ersetzen keine Rechtsberatung, und jede Kampagne sollte vor dem Start im Einzelfall rechtlich geprüft werden.

Einwilligung nach UWG

Werbeanrufe bei Verbrauchern sind nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb nur mit deren vorheriger ausdrücklicher Einwilligung zulässig. Diese Einwilligung muss nach § 7a UWG angemessen dokumentiert und aufbewahrt werden. Bei Unternehmen genügt nach dem UWG mindestens eine mutmaßliche Einwilligung. Die Anforderungen daran sind hoch: Es muss ein konkreter, aus den Umständen erkennbarer Grund bestehen, dass der Angerufene an genau diesem Anruf interessiert ist. Ein allgemeiner Branchenbezug reicht in der Regel nicht. Rufen Sie nur Kontakte an, bei denen Sie diese Frage für jeden einzelnen beantworten können.

Transparenz über die KI

Der Angerufene muss erkennen können, dass er mit einem KI-System spricht. Das verlangt die europäische KI-Verordnung für Systeme, die mit Menschen interagieren, und es ist auch im eigenen Interesse: Ein Gesprächspartner, der sich getäuscht fühlt, wird kein Kunde. Der Leitfaden sollte deshalb mit einem klaren Satz beginnen, wer anruft, in wessen Auftrag und dass es sich um einen KI-Assistenten handelt, und jederzeit die Übergabe an einen Menschen oder einen Rückruf anbieten.

Aufzeichnung und Transkript

Ein Gespräch aufzuzeichnen oder mitzuschreiben ist eine eigene Verarbeitung personenbezogener Daten und braucht eine eigene Rechtsgrundlage. Das heimliche Aufzeichnen des nicht öffentlich gesprochenen Wortes kann zudem nach § 201 StGB strafbar sein. Klären Sie deshalb, ob Sie überhaupt ein Transkript speichern müssen. Oft reicht eine Zusammenfassung mit dem Ergebnis. Wenn Sie Transkripte speichern, informieren Sie zu Beginn des Gesprächs darüber und holen Sie die Zustimmung ein, wo sie erforderlich ist. Auch die Informationspflichten der DSGVO gegenüber dem Angerufenen gelten.

Widerspruch sofort umsetzen

Sagt ein Angerufener, er wolle nicht mehr kontaktiert werden, ist das ein Widerspruch gegen Werbung, der ab sofort gilt, für den Voice-Agenten ebenso wie für Ihr Team. Der Workflow muss diesen Fall zuverlässig erkennen und in ameax so festhalten, dass der Kontakt aus jeder künftigen Liste fällt. Wie das geht, zeigt Schritt 6 der Umsetzung.

Vorbereitung in ameax

In ameax werden fünf Dinge einmal eingerichtet, bevor der erste Workflow läuft — zuletzt ein technischer Benutzer, dessen Token Sie brauchen, um n8n mit ameax zu verbinden.

Kampagne mit Status als Anrufsteuerung

Die Telefonaktion ist eine Kampagne in ameax, ihre Status steuern, wer auf die Liste kommt. Ein bewährter Zuschnitt, mit Beispiel-IDs:

Status (Beispiel-ID)Bedeutung
Anzurufen (51)Auf der Liste, noch kein Versuch
Versuch 1 ohne Erreichen (52)Erneut anrufen nach zwei Werktagen
Versuch 2 ohne Erreichen (53)Letzter Versuch nach fünf Werktagen
Rückruf vereinbart (54)Wiedervorlage mit Termin existiert
Interesse (55)Endstatus, Effekt positiv, Übergabe an Vertrieb
Kein Interesse (56)Endstatus, Effekt negativ, Gründe zulässig
Nicht erreicht (57)Endstatus nach drei Versuchen
Nicht mehr anrufen (58)Endstatus, Widerspruch

Kunden kommen auf die Liste, indem Sie sie der Kampagne mit dem Status „Anzurufen“ zuordnen: in der Oberfläche, per Massenbearbeitung aus einer gespeicherten Suche oder per API. Die Kampagne lässt sich auch als Blueprint anlegen (POST /api/v2/projects/blueprint), die Status-IDs liefert GET /api/v2/project-types.

Aktivitätsart und Ergebnisse

Legen Sie eine Aktivitätsart „Anruf ausgehend (KI)“ an, getrennt von den Anrufen Ihres Teams, damit beides auswertbar bleibt. Dazu kommen Ergebnisse, etwa „Erreicht, Interesse“, „Erreicht, kein Interesse“, „Rückruf vereinbart“, „Nicht erreicht“, „Mailbox“ und „Widerspruch“. Aktivitätsarten und Ergebnisse lassen sich über die API nicht auflisten; Sie sehen ihre IDs einmal in den Einstellungen nach und hinterlegen sie im Workflow als activity_id und finding_id.

Telefon-Einwilligung für den Workflow lesbar machen

ameax führt am Kunden Einwilligungen je Kanal, darunter Telefon, mit ihrer Herkunft aus Webformular oder Webformular mit Double-Opt-in. Diese Angaben gibt die REST-API nicht als Felder aus. Damit der Workflow sie berücksichtigen kann, spiegeln Sie die Telefon-Einwilligung zusätzlich als Kategorie, etwa „Telefonkontakt erlaubt“. Kommt die Einwilligung über ein ameax-Webformular, kann ein dort ausgelöster Prozess-Button die Kategorie gleich mitsetzen. Für B2B-Kontakte mit mutmaßlicher Einwilligung dokumentieren Sie den Grund für den Anruf am besten in einem Zusatzfeld oder einer Notiz, bevor der Kontakt auf die Liste kommt. Mehr zu den Einwilligungen in ameax auf der Seite DSGVO und Consent.

Leitfaden als Textvorlage

Den Gesprächsleitfaden, also Begrüßung mit KI-Hinweis, Anlass, Fragen und Abschluss, legen Sie als Textvorlage in ameax ab. Der Workflow liest ihn per GET /api/v2/text-modules/{id} und übergibt ihn dem Voice-Agent-Dienst. So pflegt der Vertrieb den Leitfaden an derselben Stelle wie alle anderen Texte, und jede Änderung wirkt beim nächsten Lauf.

Technischer Benutzer

Der Workflow arbeitet mit dem Token eines technischen Benutzers, dessen Rechte er erbt. Dieser Benutzer braucht Lesezugriff auf die Kunden der Kampagne und darf Aktivitäten, Wiedervorlagen und Verkaufschancen anlegen und Kampagnenstatus ändern. Damit Wiedervorlagen beim Betreuer landen, braucht er außerdem das Recht, Wiedervorlagen an andere Benutzer zu vergeben. Das Token versehen Sie mit Ablaufdatum und beschränken es auf die IP-Adresse Ihres n8n-Servers.

Auslöser

ameax stößt keine externen Abläufe an; die Telefonkampagne hat zwei Taktgeber, beide außerhalb von ameax:

  • Zeitgesteuerte Listenbildung: Ein Schedule Trigger in n8n stellt werktags morgens die Anrufliste des Tages zusammen und übergibt sie an den Voice-Agent-Dienst. Wie viele Kontakte je Tag, legen Sie im Workflow fest.
  • Ergebnis-Webhook des Voice-Agenten: Nach jedem Gespräch oder Anrufversuch schickt der Voice-Agent-Dienst das Ergebnis an einen Webhook-Knoten in n8n. Dieser zweite Workflow schreibt in ameax zurück.

Beide Workflows sind unabhängig. Fällt der Rückkanal einmal aus, bleiben die Kontakte im bisherigen Status und kommen beim nächsten Lauf wieder auf die Liste, statt verloren zu gehen.

Umsetzung Schritt für Schritt

Sieben Schritte, und sie verteilen sich auf zwei Workflows. Der erste stellt die Anrufliste zusammen: Kunden einer Kampagne abfragen, aussortieren, wer nicht angerufen werden darf oder soll, den Gesprächskontext formulieren und alles an den Voice-Agent-Dienst übergeben (1 bis 4). Der zweite startet, sobald ein Gespräch beendet ist: Er ordnet das Ergebnis in feste Kategorien ein, schreibt Aktivität, Kampagnenstatus und Wiedervorlage nach ameax und übergibt Interessenten an den zuständigen Betreuer (5 bis 7).

Die Schnittstelle des Voice-Agent-Dienstes ist je Anbieter verschieden; die Beispiele zeigen deshalb nur die ameax-Seite. Alle IDs sind Beispielwerte.

Schritt 1: Die Anrufliste aus ameax

Die Grundabfrage liefert alle Kunden der Kampagne in einem Status:

GET https://ihrefirma.ameax.de/api/v2/customer-projects?filter[project_id]=30&filter[type_id]=51&sort=added_at&per_page=100
Authorization: Bearer <token>

Für die Wiederholungsversuche fragt derselbe Knoten die Status 52 und 53 ab und behält per Code-Knoten nur Einträge, deren type_changed_at lange genug zurückliegt. Die Zuordnung enthält customer_id, person_id und den zuständigen user_id; mit filter[user_id] lässt sich die Liste auf die Kunden eines Mitarbeiters eingrenzen.

Soll die Aktion regional laufen, etwa rund um einen Veranstaltungsort oder für einen Außendienstler, beginnen Sie bei den Kunden und nutzen den Umkreisfilter:

GET https://ihrefirma.ameax.de/api/v2/customers?filter[geo_postal_code]=56068&filter[geo_radius]=50&sort=distance&include=projects,persons,categories&per_page=100

Die Antwort enthält je Kunde das Feld distance in Kilometern und über include die Kampagnen, Ansprechpartner und Kategorien. Ein Code-Knoten behält nur Kunden, die in der Kampagne im passenden Status stehen. Mit filter[agent_id] grenzen Sie zusätzlich auf eine Betreuergruppe ein. Alle Filter arbeiten auf Gleichheit und werden mit UND verknüpft.

Schritt 2: Wer darf und soll angerufen werden?

Ein IF-Knoten prüft je Kontakt, bevor er auf die Liste kommt:

  • Die Kategorie „Telefonkontakt erlaubt“ ist vorhanden, oder es ist ein B2B-Kontakt mit dokumentiertem Anlass.
  • Es gibt eine Telefonnummer, beim Ansprechpartner (phone, mobile) oder am Kunden.
  • Es gibt keine offene Wiedervorlage aus dem Vertrieb, abgefragt mit GET /api/v2/reminds?filter[customer_id]=4711&filter[active]=true. Wer gerade mit einem Menschen im Gespräch ist, bekommt keinen KI-Anruf.

Wer durchfällt, bleibt im Status und wird im Workflow-Protokoll mit Grund vermerkt. Fehlt die Nummer, kann der Workflow eine Wiedervorlage „Telefonnummer ergänzen“ für den Innendienst anlegen.

Schritt 3: Gesprächskontext vorbereiten

Ein Voice-Agent, der weiß, dass der Kunde vor zwei Monaten nach einem Wartungsvertrag gefragt hat, führt ein anderes Gespräch als einer, der kalt anruft. Der Workflow holt deshalb die letzten Aktivitäten (GET /api/v2/actions?filter[customer_id]=4711&sort=-date&per_page=10) und lässt ein Sprachmodell daraus zwei bis drei Sätze Kontext formulieren, ohne interne Notizen, Preise oder Einschätzungen über den Kunden. Dazu kommt der Leitfaden aus der Textvorlage.

Schritt 4: Übergabe an den Voice-Agent-Dienst

Der Workflow schickt je Kontakt Name, Firma, Telefonnummer, Kontext und Leitfaden an den Dienst. Entscheidend sind die Metadaten: customer_id, person_id, die ID der Kampagnenzuordnung und der zuständige user_id aus ameax. Der Dienst gibt sie mit dem Ergebnis unverändert zurück. Das ist nötig, weil die ameax-API keine Suche nach Telefonnummern kennt; ohne diese IDs ließe sich ein Ergebnis nicht sicher dem richtigen Kunden zuordnen. Die Kontakt-ID, unter der der Dienst den Kunden führt, können Sie als Kundenkennung ablegen:

POST https://ihrefirma.ameax.de/api/v2/customer-identifiers

{
  "customer_id": 4711,
  "type": "voice",
  "identifier": "va-contact-8f3a2c",
  "active": true
}

Schritt 5: Das Ergebnis einordnen

Der Ergebnis-Webhook startet den zweiten Workflow. Je nach Dienst liefert er ein Ergebnisfeld, eine Zusammenfassung und gegebenenfalls ein Transkript. Damit ameax immer dieselben Kategorien bekommt, egal wie der Dienst formuliert, ordnet ein Sprachmodell das Ergebnis ein:

Rolle:
Du wertest Ergebnisse von Telefonaten aus, die ein KI-Assistent im
Auftrag eines B2B-Unternehmens geführt hat. Du ordnest ein, du
bewertest nicht die Person.

Eingabe:
- ergebnis_dienst: {{ $json.status }}
- zusammenfassung: {{ $json.summary }}
- transkript: {{ $json.transcript }}   (kann leer sein)
- anrufzeit: {{ $json.ended_at }}

Aufgabe:
Ordne das Gespräch genau einer Kategorie zu:
- "interesse": Gesprächspartner möchte ein Angebot oder ein Gespräch
- "rueckruf": bittet um Rückruf zu einem bestimmten Zeitpunkt
- "kein_interesse": lehnt ab
- "widerspruch": möchte nicht mehr kontaktiert werden
- "nicht_erreicht": niemand erreicht, besetzt, Mailbox
- "falscher_kontakt": nicht zuständig, falsche Nummer
Im Zweifel zwischen "kein_interesse" und "widerspruch" wähle "widerspruch".

Antworte ausschließlich mit diesem JSON:
{
  "kategorie": "",
  "rueckruf_zeitpunkt": "JJJJ-MM-TT HH:MM:SS oder leer",
  "zustaendige_person": "Name, falls genannt, sonst leer",
  "notiz": "Sachliche Zusammenfassung in höchstens fünf Sätzen",
  "unsicher": true
}

Die Regel „im Zweifel Widerspruch“ ist bewusst streng: Ein zu Unrecht gesperrter Kontakt ist ärgerlich, ein trotz Widerspruch erneut angerufener ist ein Rechtsproblem. Steht unsicher auf true, bekommt zusätzlich ein Mensch eine Prüf-Wiedervorlage.

Schritt 6: Zurückschreiben in ameax

Jeder Anrufversuch wird eine Aktivität, auch der nicht erreichte. Nur so ist nachvollziehbar, wie oft ein Kontakt angerufen wurde:

POST https://ihrefirma.ameax.de/api/v2/actions
Authorization: Bearer <token>
Content-Type: application/json

{
  "customer_id": 4711,
  "person_id": 9051,
  "project_id": 30,
  "activity_id": 11,
  "finding_id": 4,
  "date": "2026-09-28 10:17:00",
  "subject": "KI-Anruf: Rückruf vereinbart für 01.10., 14 Uhr, Anruf-ID va-call-5521",
  "notice": "Zusammenfassung: …\n\nErgebnis laut Dienst: …"
}

Nehmen Sie die Anruf-ID des Dienstes am Ende des Betreffs auf. Bevor der Workflow schreibt, prüft er mit GET /api/v2/actions?filter[customer_id]=4711&filter[subject]=*va-call-5521, ob dieses Ergebnis schon verbucht ist. Die API kennt keine Idempotenz-Schlüssel, und Webhooks werden von manchen Diensten bei Zeitüberschreitung erneut gesendet. Ob das Transkript in notice gehört, entscheiden Sie nach der rechtlichen Klärung; in vielen Fällen genügt die Zusammenfassung.

Danach verzweigt ein Switch-Knoten nach Kategorie:

KategorieKampagnenstatus per PATCHZusätzlich
nicht_erreicht52, 53 oder nach dem dritten Versuch 57–
rueckruf54Wiedervorlage zum genannten Zeitpunkt
interesse55Verkaufschance und Wiedervorlage für den Betreuer
kein_interesse56 mit Grund–
widerspruch58Kategorie „Telefonkontakt erlaubt“ entfernen
falscher_kontaktunverändertWiedervorlage an den Innendienst zur Klärung

Der Statuswechsel ist ein kurzer Aufruf auf die Kampagnenzuordnung, bei „Kein Interesse“ mit Grund und Erläuterung für die Win/Loss-Analyse:

PATCH https://ihrefirma.ameax.de/api/v2/customer-projects/5120

{
  "type_id": 56,
  "reason_id": 3,
  "reason_text": "Hat Wartung gerade für zwei Jahre neu vergeben."
}

Ein Statuswechsel über die API schreibt keine eigene Aktivität und keine Statushistorie; die Aktivität aus diesem Schritt ist deshalb die Dokumentation des Anrufs. Beim Widerspruch löscht der Workflow außerdem die Kategoriezuordnung, die er über GET /api/v2/customer-categories?filter[customer_id]=4711&filter[cat_id]=6 findet, per DELETE. Damit fällt der Kontakt in Schritt 2 aus jeder künftigen Liste.

Schritt 7: Rückruf und Übergabe an den Vertrieb

Bei einem vereinbarten Rückruf legt der Workflow eine Wiedervorlage mit Datum und Uhrzeit an. Ob der Rückruf wieder durch den Voice-Agenten oder durch einen Menschen erfolgt, legen Sie fest; bei einem ausdrücklichen Wunsch nach einem Gespräch mit einem Mitarbeiter geht er immer an den Betreuer:

POST https://ihrefirma.ameax.de/api/v2/reminds

{
  "customer_id": 4711,
  "person_id": 9051,
  "project_id": 30,
  "user_id": 23,
  "date": "2026-10-01 14:00:00",
  "subject": "Rückruf aus KI-Telefonaktion: Wartungsvertrag, siehe Anrufnotiz",
  "priority": 5
}

Bei Interesse kommt eine Verkaufschance dazu, damit der Lead in der Pipeline erscheint:

POST https://ihrefirma.ameax.de/api/v2/sales

{
  "customer_id": 4711,
  "user_id": 23,
  "name": "Wartungsvertrag aus Telefonaktion Q4",
  "description": "Interesse im KI-Anruf am 28.09. Details in der Aktivität.",
  "salestatus": 14,
  "sellingstatus": 6
}

salestatus 14 steht in der Standardeinrichtung für „aktiv“, sellingstatus 6 für die Phase „Identifikation“. Die Wiedervorlage für den Betreuer bekommt über sale_id den Verweis auf die neue Chance. Den user_id nimmt der Workflow aus der Kampagnenzuordnung oder aus seiner Zuordnung von Betreuergruppe zu Benutzer.

Ihre Telefonaktion, zuerst auf dem Papier. Wir gehen mit Ihnen Kampagnenstatus, Ergebnisse und Übergaben durch und klären, welche Gespräche ein Voice-Agent führen kann und welche bei Ihrem Team bleiben.
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Was in ameax sichtbar wird

Am Kunden steht jeder Anrufversuch als Aktivität „Anruf ausgehend (KI)“ mit Ergebnis und Zusammenfassung im Verlauf, neben den Anrufen, Mails und Besuchen Ihres Teams. Wer den Kunden öffnet, sieht, wann er angerufen wurde, was er gesagt hat und was als Nächstes vereinbart ist. Rückrufe und Übergaben erscheinen als offene Wiedervorlagen im Dashboard des Betreuers, Interessenten als aktive Verkaufschancen in der Pipeline, wo sie mit der Verkaufschancenbewertung weitergeführt werden.

Die Vertriebsleitung sieht den Stand der Aktion in den Kampagnenauswertungen „Kampagnenstatus je Kunde“ und „Verteilung“: wie viele Kontakte noch anzurufen sind, wie viele erreicht, interessiert, abgelehnt oder gesperrt. Die Win/Loss-Analyse zeigt die Gründe hinter „Kein Interesse“. Weil KI-Anrufe eine eigene Aktivitätsart und eigene Ergebnisse haben, lassen sie sich getrennt von den Anrufen des Teams zählen, per API mit filter[activity_id] und filter[finding_id] oder als Kennzahl in den Zielvorgaben. Statuswechsel per API schreiben keine Statushistorie; den zeitlichen Verlauf lesen Sie deshalb an den Aktivitäten ab.

Drei Wege, den Voice-Agenten einzusetzen

So ein Gespräch folgt einem Leitfaden, den Sie vorher festlegen, und der Agent sagt zu Beginn, dass er ein KI-Assistent ist; wer lieber mit einem Menschen sprechen möchte, bekommt das jederzeit angeboten. Die ersten beiden Beispiele unterscheiden sich darin, wie weit er gehen darf: Im ersten stellt er nur die im Vorfeld festgelegten Fragen, im zweiten vereinbart er verbindlich Termine. Das dritte wechselt die Perspektive und zeigt eine Zielgruppe, bei der eine Telefonaktion besonders oft trägt.

KI qualifiziert, der Mensch ruft

Die zurückhaltendste Variante: Der Voice-Agent klärt nur Erreichbarkeit, Zuständigkeit und zwei, drei Qualifizierungsfragen, etwa Anzahl der Anlagen und Zeitpunkt der nächsten Entscheidung. Er verkauft nichts und vereinbart nichts. Jeder qualifizierte Kontakt geht als Wiedervorlage mit hoher Priorität an einen Menschen, der ihn mit dem Wissen aus der Anrufnotiz anruft. Für diese menschlichen Anrufe bietet ameax die Telefonie-Anbindung: Wählen per Klick aus dem Kundendatensatz über eine angebundene Telefonanlage oder App, Protokoll der ausgehenden Wählvorgänge, und eingehende Anrufe erzeugen automatisch eine Aktivität mit Gesprächsdauer und bieten direkt an, eine Aktivität oder Wiedervorlage anzulegen. Der Voice-Agent arbeitet die Liste vor, Ihr Team führt die Gespräche, die zählen.

Terminvereinbarung

Hier bietet der Voice-Agent dem Gesprächspartner einen Termin mit dem Außendienst an. Die freien Zeiten gibt ihm der Workflow vor, zum Beispiel aus dem Kalender, den Ihr Voice-Agent-Dienst oder Ihr Terminwerkzeug anbindet. Kommt ein Termin zustande, legt der Workflow in ameax eine Wiedervorlage mit genau diesem Datum und dieser Uhrzeit für den zuständigen Betreuer an, dazu eine Aktivität mit dem Ergebnis „Termin vereinbart“ und eine Verkaufschance. Der Betreuer sieht den Termin in seinen Wiedervorlagen und vor Ort den gesamten Verlauf am Kunden.

Reaktivierung ehemaliger Kunden

Kunden, die seit einem oder zwei Jahren nichts mehr bestellt haben, sind oft die dankbarste Zielgruppe, weil es eine gemeinsame Geschichte gibt. Die Liste entsteht aus einer gespeicherten Suche in ameax, etwa nach Kategorie und Inaktivität seit einem bestimmten Zeitraum, und wird per Massenbearbeitung der Kampagne „Reaktivierung“ zugeordnet. Für den Gesprächskontext kann der Workflow zusätzlich die letzten Belege lesen, etwa mit GET /api/v2/receipts?filter[customer_id]=4711&filter[receipttype]=invoice, und daraus einen Satz wie „zuletzt Wartung für zwei Anlagen im Frühjahr 2024“ formulieren lassen. Auch hier gilt die Einwilligungsprüfung aus Schritt 2; eine frühere Geschäftsbeziehung ersetzt sie nicht automatisch.

Best Practices und Stolperstellen

  • Klein anfangen. Starten Sie mit 20 bis 50 Kontakten und hören Sie die ersten Gespräche an oder lesen Sie die Zusammenfassungen vollständig. Leitfaden und Einordnung werden erst an echten Gesprächen gut.
  • IDs durchreichen, nicht suchen. customer_id, person_id und die ID der Kampagnenzuordnung reisen mit dem Anruf zum Dienst und zurück. Eine Zuordnung über die Telefonnummer ist über die ameax-API nicht möglich und wäre ohnehin fehleranfällig.
  • Versuche begrenzen. Drei Versuche mit wachsendem Abstand sind ein vernünftiges Maximum. Die Kampagnenstatus für Versuch 1 und 2 machen das ohne zusätzliche Felder möglich.
  • Widerspruch hat Vorrang. Im Zweifel als Widerspruch einordnen, Kategorie sofort entfernen, Status auf „Nicht mehr anrufen“. Dieser Zweig darf nicht an einer Prüfung durch einen Menschen hängen, er muss sofort wirken.
  • Zusammenfassung vor Transkript. Speichern Sie nur, was Sie brauchen und wofür Sie eine Grundlage haben. Eine gute Zusammenfassung mit Ergebnis ist für den Betreuer ohnehin hilfreicher als ein Wortprotokoll.
  • Keine KI-Anrufe in laufende Vertriebsgespräche. Die Prüfung auf offene Wiedervorlagen verhindert, dass ein Kunde mitten in einer Angebotsphase einen Einstiegsanruf bekommt.
  • Doppelte Ergebnisse abfangen. Anruf-ID in den Betreff, vor dem Schreiben suchen. Wiederholte Webhooks sind normal, doppelte Aktivitäten und doppelte Verkaufschancen nicht.
  • IDs zentral hinterlegen. Aktivitätsart, Ergebnisse, Status und Kategorie gehören in einen Konfigurationsknoten. Ändert jemand in ameax die Einstellungen, passen Sie eine Stelle an.

Fazit

Eine KI-Telefonkampagne funktioniert nur, wenn klar ist, wen der Voice-Agent anruft und wo das Ergebnis landet. ameax liefert die Liste aus Kampagne, Status, Betreuer und Umkreis und nimmt jedes Ergebnis als Aktivität mit Ergebnis, Wiedervorlage, Kampagnenstatus und Verkaufschance auf. Der Voice-Agent-Dienst führt die Gespräche, n8n verbindet beides, und Ihr Team übernimmt dort, wo ein Verkaufsgespräch beginnt. Die Einwilligung ist dabei keine Formsache, sondern der erste Filter der Liste. Woher die Kontakte kommen, zeigt Leadeingang und Qualifizierung automatisieren, wie Interessenten zwischen den Anrufen per E-Mail betreut werden, Lead Nurturing mit KI.

Was Interessenten
am häufigsten fragen.

Hat ameax einen eingebauten Dialer oder Voice-Agenten?

Nein. ameax enthält keinen Dialer, keine Anrufkampagnen-Funktion und keinen Voice-Agenten. ameax liefert die Anrufliste per REST-API aus einer Kampagne und nimmt die Ergebnisse als Aktivitäten, Wiedervorlagen, Kampagnenstatus und Verkaufschancen auf. Die Gespräche führt ein externer Voice-Agent-Dienst, n8n verbindet beide. Für die Anrufe, die Ihre Mitarbeiter selbst führen, ist ameax über die Telefonie-Anbindung mit Ihrer Telefonanlage verbunden: Wählen per Klick aus dem Kundendatensatz, Anrufprotokoll und automatische Aktivität bei eingehenden Anrufen.

Welche Einwilligung braucht ein KI-Werbeanruf?

Nach dem UWG brauchen Werbeanrufe bei Verbrauchern eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, bei Unternehmen mindestens eine mutmaßliche Einwilligung mit einem konkreten Anlass. Zusätzlich muss erkennbar sein, dass ein KI-System anruft, und für Aufzeichnungen oder Transkripte braucht es eine eigene Rechtsgrundlage. Jede Kampagne sollte im Einzelfall rechtlich geprüft werden.

Kann der Workflow die Telefon-Einwilligung aus ameax lesen?

ameax führt Einwilligungen je Kanal am Kunden, darunter Telefon, gibt diese Angaben über die REST-API aber nicht als Felder aus. Bewährt hat sich, die Telefon-Einwilligung zusätzlich als Kategorie zu führen, die der Workflow per include=categories liest und bei einem Widerspruch entfernt.

Wie ordnet n8n das Ergebnis eines Anrufs dem richtigen Kunden zu?

Über IDs, die beim Übergeben der Anrufliste mitgeschickt und vom Voice-Agent-Dienst mit dem Ergebnis zurückgegeben werden: customer_id, person_id und die ID der Kampagnenzuordnung. Eine Suche nach Telefonnummern bietet die ameax-API nicht.

Wie wird ein Anrufergebnis in ameax dokumentiert?

Als Aktivität mit einer eigenen Aktivitätsart wie Anruf ausgehend (KI) und einem Ergebnis über activity_id und finding_id, deren IDs einmal in den Einstellungen nachgesehen werden. Die Zusammenfassung steht in notice. Dazu kommen je nach Ergebnis ein neuer Kampagnenstatus, eine Wiedervorlage für den Rückruf und bei Interesse eine Verkaufschance mit salestatus 14.

Wie arbeiten KI-Anrufe und menschliche Anrufe zusammen?

Eine bewährte Variante lässt den Voice-Agenten nur Erreichbarkeit und Qualifizierung klären und übergibt Interessenten per Wiedervorlage an einen Mitarbeiter. Für dessen Anrufe bietet ameax die Telefonie-Anbindung mit Wählen per Klick, Anrufprotokoll und automatischer Aktivität bei eingehenden Anrufen.

Was sich noch
automatisieren lässt.

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Gespräche und Meetings automatisch nachbereiten

Ein Sprachmodell macht aus Transkript oder Notizen Zusammenfassung, nächste Schritte und Budget; n8n schreibt das Ergebnis als Aktivität, Wiedervorlagen und Verkaufschance nach ameax.

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Ein KI-Agent prüft nachts die offenen Verkaufschancen in ameax, schlägt je auffälliger Chance einen begründeten nächsten Schritt vor und liefert der Leitung einen Wochenüberblick.

Vertrieb · Angebote

Angebote per KI vorbereiten

Ein Sprachmodell liest die Anfrage und wählt Artikel aus Ihrem Artikelstamm; n8n legt in ameax einen Angebotsentwurf an. Preise rechnet ameax, prüfen und versenden Ihre Mitarbeiter.

Support · Tickets

Support-Tickets per KI einordnen und beantworten

n8n holt neue Vorgänge aus ameax, ein Sprachmodell ordnet sie ein und legt einen Antwortentwurf als internen Kommentar ab. Ihr Team gibt frei.

Kundenbetreuung · Briefing

Account-Briefings und Abwanderungssignale mit KI

n8n sammelt Aktivitäten, Umsätze, Verkaufschancen und Tickets eines Kunden, prüft feste Regeln und lässt ein Sprachmodell ein Briefing schreiben. Bei Risiko erhält der Betreuer eine Wiedervorlage.

Daten · Qualität

Datenqualität und Anreicherung mit KI automatisieren

Schreibweisen vereinheitlichen, fehlende Angaben finden, externe IDs zuordnen, Dubletten markieren: ein täglicher Workflow mit n8n, Sprachmodell und ameax als führendem System.

Einrichtung · Konfiguration

ameax per KI einrichten: Konfiguration als Blueprint

Vorgangsarten, Kampagnen, Objektarten, Zusatzfelder und Textvorlagen per Sprachmodell als Blueprint erzeugen, gegen das JSON-Schema prüfen und auf weitere Installationen übertragen.

Technik · Anleitung

n8n mit ameax verbinden: Token, Abfragen, Fehler

Token und Credentials einrichten, Kunden suchen, Aktivitäten anlegen, blättern, Änderungen zeitgesteuert abfragen, Fehler auswerten und die OpenAPI-Datei einem KI-Agenten geben.

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