Alle Szenarien

Automailer: E-Mail-Strecken, die von selbst laufen

Nurturing, Onboarding und Jahrestage als feste Strecke mit Double-Opt-in, Sperrliste und Pause über den Kampagnenstatus.

Wie Sie mit dem eingebauten Automailer von ameax feste E-Mail-Strecken aufbauen, Kontakte hineinbringen und wann ein KI-Workflow die bessere Ergänzung ist.

Nach der Messe liegen 80 neue Kontakte im CRM. Jeder hat Interesse signalisiert, keiner will diese Woche kaufen. Der Plan steht: eine Mail mit den Unterlagen gleich, ein Praxisbeispiel nach einer Woche, ein Gesprächsangebot nach drei Wochen, danach ein Fachbeitrag im Monatsabstand. Im Alltag wird daraus meistens die erste Mail und dann nichts mehr, weil niemand für 80 Kontakte im Kopf behält, wer wann was bekommen hat. Bei Neukunden ist es ähnlich: Die Willkommensmail geht raus, die Hinweise für die ersten Wochen, die man sich vorgenommen hatte, nicht. Und der Glückwunsch zum Jahrestag der Zusammenarbeit fällt jedes Jahr wieder unter den Tisch.

Solche Abläufe brauchen keine KI. Inhalt und Takt stehen vorher fest, und jeder Empfänger bekommt dieselbe Folge. Was fehlt, ist jemand, der zuverlässig zum richtigen Zeitpunkt versendet, Abmeldungen beachtet und aufhört, sobald der Kontakt gekauft hat. In ameax übernimmt das der Automailer.

Was ist der Automailer in ameax?

Der Automailer ist die eingebaute Funktion von ameax für automatische E-Mail-Strecken. Ein Automailer vom Typ Funnel versendet an jeden eingetragenen Empfänger eine feste Folge von Nachrichten aus Textvorlagen, mit Abständen in Tagen. Ein Automailer vom Typ Jahrestag verschickt einmal im Jahr zu einem festen Stichtag. Double-Opt-in über das Webformular, Abmeldelink, Sperrliste und die Kopplung an den Kampagnenstatus sind eingebaut, und der Versand läuft ohne externe Komponente.

So ist eine Strecke aufgebaut

Ein Automailer gehört zu einer Kampagne und besteht aus Schritten. Die Funktionsseite Automailer stellt die Einstellungen im Einzelnen vor; für die Planung einer Strecke genügen diese Bausteine:

  • Textvorlage: Jeder Schritt verweist auf genau eine Textvorlage mit Betreff und Inhalt. Platzhalter füllen Anrede, Ansprechpartner und Kundendaten.
  • Wartezeit in Tagen: Der Abstand zum vorherigen Versand, 0 bedeutet am selben Tag.
  • Wiederholung: Ein Schritt kann sich mehrfach im selben Abstand wiederholen, bevor der nächste folgt, etwa ein Monatsbrief, der sechsmal kommt.
  • Versandzeit: Stunde und Minute, auf Wunsch mit zufälliger Minute. Der Versand lässt sich außerdem auf erlaubte Wochentage oder Monatstage legen.
  • Absender: optional ein eigenes Postfach und eine Signatur je Schritt.
  • Kampagnenstatus: Jeder Schritt kann beim Versand den Kampagnenstatus des Empfängers weitersetzen; nach dem letzten Schritt gilt der Empfänger als abgeschlossen und bekommt auf Wunsch einen Endstatus.

Die Schritte laufen der Reihe nach ab. ameax berechnet den nächsten Termin aus dem letzten Versand, der Wartezeit und der Uhrzeit und verschiebt ihn bei Bedarf auf den nächsten erlaubten Tag. Der Versand selbst läuft über einen regelmäßigen Hintergrundprozess, der je Mandant fällige Mails verschickt. Der Typ eines Automailers, Funnel oder Jahrestag, wird bei der Anlage festgelegt und lässt sich danach nicht mehr ändern.

Die Einrichtung einer neuen Strecke folgt in der Praxis immer derselben Reihenfolge:

  1. Kampagne und Status anlegen: Legen Sie fest, welche Stufen der Kontakt durchläuft und welche Status die Strecke aktiv halten, etwa „Stufe 1“ bis „Stufe 4“, und welche sie pausieren, etwa „Im Gespräch“ oder „Kunde“.
  2. Textvorlagen schreiben: Je Schritt eine Vorlage mit Betreff, Inhalt und Platzhaltern, gesammelt in einer Kategorie für den Automailer.
  3. Automailer anlegen: Typ wählen, Kampagne und aktive Status zuordnen, Schritte mit Wartezeit, Versandzeit und Folgestatus eintragen.
  4. Eintrittsweg einrichten: Webformular mit Double-Opt-in, Prozess-Button oder beides, dazu die Regel, wann manuell oder per Sammelbearbeitung eingetragen wird.
  5. Mit einem Testkontakt prüfen: Eine eigene Adresse eintragen, die ersten Mails kontrollieren, Abmeldelink ausprobieren.
  6. Freischalten und beobachten: In den ersten Wochen Empfängerstatus und Klick-Auswertung ansehen und Inhalte nachschärfen.

Drei typische Strecken

Nurturing: Interessenten warm halten

Die klassische Strecke für Kontakte, die Interesse haben, aber noch nicht kaufbereit sind. In der Kampagne „Nurturing“ steht je ein Status für eine Stufe, und jeder Schritt setzt den Status weiter. So sieht der Vertrieb jederzeit, wie weit ein Kontakt ist.

SchrittWartezeitInhaltKampagnenstatus danach
10 TageUnterlagen und kurze VorstellungStufe 1
27 TagePraxisbeispiel aus der BrancheStufe 2
314 TageGesprächsangebot mit TerminlinkStufe 3
430 Tage, 3 WiederholungenFachbeitrag im MonatsabstandStufe 4

Die Zahlen sind ein Beispiel; bewährt hat sich, die ersten Abstände kurz und die späteren länger zu wählen. Antwortet ein Interessent und der Vertrieb übernimmt, setzt der Betreuer den Kampagnenstatus auf „Im Gespräch“, und die Strecke ruht, dazu gleich mehr.

Onboarding: die ersten Wochen nach dem Auftrag

Neue Kunden brauchen in den ersten Wochen andere Informationen als Interessenten: Zugangsdaten, Ansprechpartner, Hinweise zur Einrichtung, eine Einladung zu einer Schulung. Eine Onboarding-Strecke beginnt am Tag der Auftragsbestätigung mit einer Begrüßung und verschickt danach in festen Abständen die nächsten Hinweise. Eingetragen werden die Kunden am einfachsten über einen Prozess-Button „Auftrag erhalten“, der zugleich die passenden Kundenfelder und den Kampagnenstatus setzt, eine Aktivität anlegt und dem Betreuer eine Wiedervorlage für das erste Gespräch einrichtet.

Jahrestag: jährlich wiederkehrend

Der Automailer vom Typ Jahrestag versendet nicht als Folge, sondern jährlich zu einem Stichtag: der Gruß zum Jahrestag der Zusammenarbeit, der Hinweis auf eine fällige jährliche Prüfung oder die Erinnerung an die Vertragsverlängerung. ameax terminiert den Versand nach jedem Jahr neu, ohne dass jemand einen Kalender führt.

Weil ein Jahrestag-Automailer über Jahre läuft, lohnt es sich, die Textvorlage so zu formulieren, dass sie ohne Jahreszahl und ohne aktuelle Angebote auskommt, und sie einmal im Jahr durchzusehen. Aktuelles gehört eher in eine Serienmail oder eine eigene Funnel-Strecke.

Wie Kontakte in die Strecke kommen

Eine Strecke im Automailer ist nur so gut wie ihr Zugang. Empfänger gelangen auf vier Wegen hinein, jeder passt zu einer anderen Situation. In dieselbe Strecke kommt niemand zweimal: Wer bereits eingetragen ist, wird nicht noch einmal aufgenommen.

WegTypischer EinsatzStartstatus
WebformularAnmeldung, Download, Anfrage auf der Website; optional nur mit Einwilligung und nur bei einer gewählten Kategoriemit Double-Opt-in zunächst unbestätigt, nach Bestätigung aktiv
Prozess-Buttonals Teil eines Ablaufs am Kunden, zum Beispiel „Auftrag erhalten“ oder „Messekontakt erfasst“aktiv
Manuell am KundenEinzelfälle, etwa nach einem Telefonataktiv
Sammelbearbeitungeine ganze Auswahl, etwa alle Messekontakte mit Einwilligungaktiv

Das Webformular ist der einzige Weg mit Double-Opt-in. Der Eintrag wartet dann im Status „Double-Opt-in“, und es geht nichts raus, bis der Empfänger den Bestätigungslink klickt. Mit der Bestätigung wird er aktiv, und ameax hält die Einwilligung am Kunden mit der Herkunft „Webformular mit Double-Opt-in“ fest. Über die Kategorie-Bedingung lässt sich ein Formular so einrichten, dass nur Anmeldungen mit einem bestimmten Häkchen, etwa „Newsletter gewünscht“, in die Strecke kommen.

Der Prozess-Button ist der Weg, wenn der Eintrag Teil eines größeren Ablaufs ist. Er ist auch der Weg für externe Systeme: Die REST-API trägt nicht direkt in einen Automailer ein, sie kann aber einen Prozess-Button auslösen, der den Eintrag vornimmt. Die Sammelbearbeitung eignet sich, wenn eine Selektion auf einmal in die Strecke soll, zum Beispiel alle Kontakte einer Messe, die einer Kontaktaufnahme per E-Mail zugestimmt haben.

Kopplung an den Kampagnenstatus

Läuft eine Strecke stur weiter, obwohl der Kontakt längst mit dem Vertrieb spricht oder gekauft hat, wirkt das nachlässig. Der Automailer vermeidet es, indem er die Kampagne mitliest. Dort pflegt der Vertrieb ohnehin den Stand jedes Kontakts. Je Strecke legen Sie fest, bei welchen Kampagnenstatus der Versand weiterläuft. Passt der Status eines Empfängers nicht mehr dazu, pausiert seine Strecke; ameax führt ihn dann als „ausgetreten“. Passt der Status später wieder, läuft die Strecke an derselben Stelle weiter.

Praktisch heißt das: Setzt der Betreuer nach einer Antwort den Status auf „Im Gespräch“, der nicht zu den aktiven Status gehört, bekommt der Kontakt keine weiteren Nurturing-Mails. Endet das Gespräch ohne Auftrag und der Betreuer setzt den Status zurück auf die letzte Stufe, nimmt die Strecke den Faden wieder auf. Kauft der Kontakt, setzt ein Prozess-Button den Status auf „Kunde“ und trägt ihn zugleich in die Onboarding-Strecke ein.

Weil jeder Schritt selbst den Status weitersetzen kann, spiegelt die Kampagne außerdem den Fortschritt wider. Die Auswertungen zeigen damit ohne weiteren Aufwand, wie viele Kontakte auf welcher Stufe stehen und bei welchem Betreuer sie liegen.

Einwilligung, Abmeldung, Sperrliste

Automatische Werbemails verlangen Sorgfalt. Für Werbung per E-Mail ist nach dem Wettbewerbsrecht grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung nötig; für Bestandskunden gibt es eine eng gefasste Ausnahme mit eigenen Voraussetzungen. Jeder Empfänger muss der Werbung jederzeit widersprechen können. Wie das für Ihre Strecken im Einzelnen aussieht, klären Sie bitte im Rahmen einer rechtlichen Prüfung; diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Der Automailer unterstützt die Umsetzung an mehreren Stellen:

  • Double-Opt-in über das Webformular: Versand erst nach Bestätigung, die Einwilligung wird mit Herkunft am Kunden festgehalten. Einträge per Prozess-Button, manuell oder per Sammelbearbeitung sind sofort aktiv; hier liegt es an Ihnen, vorher zu prüfen, ob eine Einwilligung vorliegt. Die Einwilligung je Kanal pflegen Sie in ameax unter DSGVO und Consent.
  • Abmeldelink: Jede Mail aus dem Automailer trägt einen Abmeldelink, sofern er nicht ausdrücklich abgeschaltet ist. Wer sich abmeldet, landet auf einer globalen Sperrliste.
  • Sperrliste: Abmeldungen und harte Bounces stehen auf der Sperrliste. ameax gleicht sie beim Eintragen, bei jedem Lauf des Hintergrundprozesses und vor jedem Versand ab. Ein Empfänger auf der Sperrliste wechselt in den Status „abgemeldet“ oder „Hardbounce“ und bekommt nichts mehr.

Die Sperrliste gilt für alle Automailer gemeinsam. Wer sich aus einer Strecke abmeldet, bekommt also auch aus den anderen keine Mails mehr.

Setzen wir Ihre erste Strecke gemeinsam auf. Bringen Sie Ihren Ablauf nach einer Anfrage oder einem Auftrag mit. Wir legen Kampagne, Schritte und Eintrittsweg an und schicken einen Testkontakt hindurch.
Beratung buchen

Versand und Auswertung

Der Versand läuft im Hintergrund. Ist ein Schritt fällig, verschickt ameax die Mail aus der Textvorlage und berechnet den nächsten Termin. Bleibt ein Schritt liegen, etwa weil der Automailer eine Zeit lang abgeschaltet war, holt ameax ihn nur innerhalb von 30 Tagen nach. Dauert es länger, wird der Empfänger gestoppt, statt ihm verspätet eine ganze Folge alter Mails zu schicken.

Für jeden Empfänger ist sichtbar, wo er steht. Die wichtigsten Status sind:

StatusBedeutung
Double-Opt-inEintrag über das Webformular, Bestätigung steht aus, kein Versand
aktivDie Strecke läuft
ausgetretenDer Kampagnenstatus passt nicht mehr, die Strecke pausiert
gestopptDie Strecke wurde angehalten, etwa nach einem überfälligen Versand
abgemeldetDer Empfänger steht auf der Sperrliste
HardbounceDie Adresse ist nicht zustellbar
abgeschlossenAlle Schritte sind versendet

Jeder Statuswechsel eines Empfängers wird protokolliert, sodass sich nachvollziehen lässt, wann jemand eingetreten, pausiert oder ausgeschieden ist. Eine Klick-Auswertung zeigt, welche Links in den Mails angeklickt wurden. Zusammen mit den Kampagnenstatus sehen Sie damit, welche Strecke Kontakte bis zum Gespräch bringt und bei welchem Schritt viele aussteigen oder sich abmelden. Beides ist die Grundlage, um Inhalte und Abstände nachzuschärfen.

Terminerinnerungen

Der Automailer steckt auch hinter einer kleineren, aber häufig genutzten Automatisierung: den Terminerinnerungen. Ist die Terminerinnerung in den Systemeinstellungen aktiviert, verschickt ameax zum vereinbarten Termin eine Erinnerungsmail aus einer Textvorlage an den Ansprechpartner. Versandzeitpunkt, Postfach und Signatur sind hinterlegt. Ist die Adresse ungültig, wird die Erinnerung als fehlgeschlagen markiert; ist der Termin bereits vorbei, entfällt sie. Für Vor-Ort-Termine, Beratungsgespräche und Schulungen spart das die Erinnerungsmail von Hand und senkt die Zahl vergessener Termine.

Feste Strecke oder KI-Workflow?

ameax lässt sich über die REST-API mit n8n und einem Sprachmodell Ihrer Wahl verbinden, und für Nurturing gibt es dazu ein eigenes Szenario: Lead Nurturing mit KI. Beide Wege haben ihren Platz, und sie unterscheiden sich in der Art der Entscheidung, die sie treffen.

Der Automailer entscheidet nach festen Regeln. Die Folge der Mails ist eine geordnete Liste, die Abstände sind ganze Tage, und bedingtes Verhalten entsteht ausschließlich über den Kampagnenstatus: Die Strecke läuft oder pausiert. Es gibt keine alternativen Pfade, keine Varianten eines Schritts, und Klicks oder Öffnungen ändern den Verlauf nicht. Ein Empfänger durchläuft einen Automailer genau einmal. Dafür ist die Strecke schnell eingerichtet, braucht keinen externen Dienst und bringt Double-Opt-in, Abmeldelink und Sperrliste mit.

Ein KI-Workflow entscheidet nach Inhalt. Er liest die Historie des Kontakts, knüpft an ein Telefonat an, wertet eine Antwort aus oder entscheidet, ob ein Kontakt gerade besser gar nicht angeschrieben wird. Das kostet Aufbau und laufende Pflege und verlangt, dass der Workflow Abmeldung und Einwilligung selbst sauber abbildet.

SituationPassender Weg
Gleiche Inhalte in fester Folge für alle EmpfängerAutomailer, Typ Funnel
Anmeldung über Formular mit Double-Opt-inAutomailer über Webformular
Jährlicher Gruß oder Hinweis zu einem StichtagAutomailer, Typ Jahrestag
Strecke soll ruhen, sobald der Vertrieb übernimmtAutomailer mit Kampagnenkopplung
Text soll an Gespräche und Aktivitäten anknüpfenKI-Workflow
Antworten sollen gelesen und eingeordnet werdenKI-Workflow
Je nach Verhalten sollen unterschiedliche Pfade folgenKI-Workflow
Die KI soll nur entscheiden, welche feste Strecke passtKI-Workflow löst Prozess-Button aus, der in den Automailer einträgt

Die letzte Zeile ist oft die beste Lösung. Ein Workflow in n8n nimmt eine Anfrage an, ein Sprachmodell qualifiziert sie und entscheidet, ob der Kontakt die Strecke „Wartungsverträge“ oder „Neuanlagen“ bekommt. Der Workflow löst dann per POST /api/v2/customers/{id}/proceedings/{pid}/execute den Prozess-Button aus, der den Kampagnenstatus setzt und in den passenden Automailer einträgt. Die Inhalte und der Takt bleiben im Automailer, wo das Marketing sie pflegt, Abmeldelink und Sperrliste greifen wie gewohnt. Beachten Sie dabei, dass Einträge über einen Prozess-Button direkt aktiv sind; die Einwilligung prüft der Workflow vorher, zum Beispiel anhand einer Kategorie am Kunden. Wie der Workflow an ameax angebunden wird, zeigt n8n an ameax anbinden, den Leadeingang davor Leadeingang und Qualifizierung.

Umgekehrt kann eine feste Strecke den Anstoß für den KI-Workflow geben: Am Ende setzt der letzte Schritt einen Endstatus wie „Strecke durchlaufen“. Ein zeitgesteuerter Workflow liest die Kampagnenzuordnungen über GET /api/v2/customer-projects, greift die Kontakte mit diesem Status heraus und bereitet für den Vertrieb ein persönliches Nachfassen vor, etwa als Entwurf mit Wiedervorlage.

Best Practices

  • Die Kampagne zuerst planen. Überlegen Sie, welche Status aktiv halten und welche pausieren sollen, bevor Sie Schritte anlegen. Die Kopplung ist das Werkzeug, mit dem die Strecke auf den Vertrieb reagiert, und sie funktioniert nur mit klar getrennten Status.
  • Mit wenigen Schritten beginnen. Drei gute Mails mit sinnvollen Abständen bringen mehr als acht mittelmäßige. Erweitern lässt sich die Strecke, wenn die Auswertung zeigt, dass Empfänger bis zum Ende dabeibleiben.
  • Textvorlagen für den Automailer bündeln. Legen Sie die Vorlagen in einer eigenen Kategorie ab, die für den Automailer freigegeben ist. So finden sich Marketing und Vertrieb zurecht, und eine Änderung am Text wirkt ab dem nächsten Versand.
  • Double-Opt-in, wo es geht. Für Anmeldungen über die Website ist das Webformular mit Bestätigung der Weg, der die Einwilligung mit Herkunft festhält. Für Einträge per Hand, Prozess-Button oder Sammelbearbeitung legen Sie eine Regel fest, woran die Einwilligung vorher erkennbar ist.
  • Abmeldelink anlassen. Er ist der einfachste Weg für Empfänger, zu widersprechen, und die Sperrliste setzt den Widerspruch in allen Strecken um.
  • Versandzeiten bewusst wählen. Legen Sie Versand auf Werktage und eine Uhrzeit, zu der Ihre Empfänger Mails lesen. Die zufällige Minute verteilt den Versand, statt alle Mails im selben Moment zu verschicken.
  • Einen Testkontakt durchschicken. Tragen Sie eine eigene Adresse als Kunde ein und lassen Sie die Strecke mit verkürzten Abständen einmal durchlaufen. Platzhalter, Absender und Abmeldelink prüft man besser vorher als nach dem ersten Versand an 80 Kontakte.
  • Einmal-Aussendungen nicht als Strecke bauen. Für eine einmalige Mail an eine Zielgruppe ist die Serienmail zuständig. Der Automailer ist für Abläufe, die für jeden Neuzugang gleich gelten sollen.

Fazit

Der Automailer ist die eingebaute Antwort auf das Nachfassen, das im Alltag liegen bleibt. Eine Strecke aus Textvorlagen und Abständen in Tagen läuft für jeden Empfänger gleich ab, folgt über den Kampagnenstatus dem tatsächlichen Stand des Kontakts und beachtet Double-Opt-in, Abmeldung und Sperrliste. Für Nurturing mit festen Inhalten, für das Onboarding neuer Kunden und für jährliche Anlässe genügt das in den meisten Fällen. Wo Inhalte an die Historie anknüpfen oder Antworten gelesen werden sollen, ergänzt ein KI-Workflow die Strecke. Über einen Prozess-Button greifen beide ineinander: Die KI entscheidet, der Automailer versendet.

Was Interessenten
am häufigsten fragen.

Wie kommen Kontakte in einen Automailer?

Auf vier Wegen: über ein ameax-Webformular, über einen Prozess-Button, manuell am Kunden und per Sammelbearbeitung für eine ganze Auswahl. Nur der Weg über das Webformular bietet Double-Opt-in; die anderen Wege tragen den Empfänger direkt als aktiv ein. Jeder Empfänger kommt je Automailer nur einmal hinein.

Kann ich über die API direkt in einen Automailer eintragen?

Nicht direkt. Die REST-API kann aber einen Kunden-Prozess-Button auslösen, der den Eintrag in den Automailer enthält. So entscheidet ein externer Workflow, wann und für wen, und Versand, Abmeldung und Sperrliste bleiben beim Automailer.

Hört der Automailer auf, wenn ein Kontakt gekauft hat?

Ja, wenn die Kampagne entsprechend eingerichtet ist. Je Automailer legen Sie fest, bei welchen Kampagnenstatus er aktiv bleibt. Wechselt der Status eines Empfängers auf einen anderen, etwa Kunde, pausiert die Strecke; passt der Status wieder, läuft sie weiter.

Kann der Automailer je nach Klick oder Antwort unterschiedliche Mails schicken?

Nein. Eine Strecke ist eine feste Folge von Schritten mit Abständen in Tagen, ohne Verzweigung und ohne Varianten. Klicks werden ausgewertet, ändern den Verlauf aber nicht. Für Inhalte, die an Antworten oder die Historie anknüpfen, eignet sich ein KI-Workflow, der mit dem Automailer kombiniert werden kann.

Was passiert mit Abmeldungen?

Jede Mail aus dem Automailer trägt einen Abmeldelink, sofern er nicht abgeschaltet ist. Abmeldungen und harte Bounces kommen auf eine gemeinsame Sperrliste, die ameax beim Eintragen, bei jedem Lauf und vor jedem Versand abgleicht. Wer sich abmeldet, erhält aus keinem Automailer mehr Mails.

Macht der Automailer den Versand rechtssicher?

Nein, das kann keine Software allein. Der Automailer unterstützt mit Double-Opt-in über das Webformular, dokumentierter Einwilligung, Abmeldelink und Sperrliste. Ob für eine Strecke eine Einwilligung vorliegen muss und ausreicht, ist im Einzelfall rechtlich zu prüfen.

Was sich noch
automatisieren lässt.

Zur Übersicht: Grundsätze, Architektur und alle Szenarien

Eingebaut · Prozesse

Prozess-Buttons: wiederkehrende Abläufe mit einem Klick

Fünf eingebaute Mechanismen in ameax, die feste Abläufe auf Klick, per Webformular, im Portal, bei eingehender E-Mail oder per API ausführen, ohne KI und ohne Programmierung.

Vertrieb · Leads

Leadeingang und Qualifizierung automatisieren

Ein Sprachmodell liest Anfragen aus und bewertet sie, ameax prüft Dubletten und Gebiete, und jeder Lead landet mit Aktivität und Wiedervorlage beim richtigen Betreuer.

Vertrieb · Nurturing

Lead Nurturing mit KI

Kampagnenstatus als Nurturing-Stufe, Historie und Textvorlagen aus ameax, ein Sprachmodell formuliert, n8n taktet und dokumentiert. Dazu: wann der Automailer der bessere Weg ist.

Vertrieb · Telefon

KI-Telefonkampagnen mit Voice-Agenten

Wie ein externer Voice-Agent Telefonaktionen vorarbeitet: Liste aus der ameax-Kampagne, Ergebnis per n8n zurück als Aktivität mit Ergebnis, Rückruf und Verkaufschance. Mit UWG- und KI-Hinweisen.

Vertrieb · Dokumentation

Gespräche und Meetings automatisch nachbereiten

Ein Sprachmodell macht aus Transkript oder Notizen Zusammenfassung, nächste Schritte und Budget; n8n schreibt das Ergebnis als Aktivität, Wiedervorlagen und Verkaufschance nach ameax.

Vertrieb · Pipeline

Pipeline-Pflege durch einen KI-Agenten

Ein KI-Agent prüft nachts die offenen Verkaufschancen in ameax, schlägt je auffälliger Chance einen begründeten nächsten Schritt vor und liefert der Leitung einen Wochenüberblick.

Vertrieb · Angebote

Angebote per KI vorbereiten

Ein Sprachmodell liest die Anfrage und wählt Artikel aus Ihrem Artikelstamm; n8n legt in ameax einen Angebotsentwurf an. Preise rechnet ameax, prüfen und versenden Ihre Mitarbeiter.

Support · Tickets

Support-Tickets per KI einordnen und beantworten

n8n holt neue Vorgänge aus ameax, ein Sprachmodell ordnet sie ein und legt einen Antwortentwurf als internen Kommentar ab. Ihr Team gibt frei.

Kundenbetreuung · Briefing

Account-Briefings und Abwanderungssignale mit KI

n8n sammelt Aktivitäten, Umsätze, Verkaufschancen und Tickets eines Kunden, prüft feste Regeln und lässt ein Sprachmodell ein Briefing schreiben. Bei Risiko erhält der Betreuer eine Wiedervorlage.

Daten · Qualität

Datenqualität und Anreicherung mit KI automatisieren

Schreibweisen vereinheitlichen, fehlende Angaben finden, externe IDs zuordnen, Dubletten markieren: ein täglicher Workflow mit n8n, Sprachmodell und ameax als führendem System.

Einrichtung · Konfiguration

ameax per KI einrichten: Konfiguration als Blueprint

Vorgangsarten, Kampagnen, Objektarten, Zusatzfelder und Textvorlagen per Sprachmodell als Blueprint erzeugen, gegen das JSON-Schema prüfen und auf weitere Installationen übertragen.

Technik · Anleitung

n8n mit ameax verbinden: Token, Abfragen, Fehler

Token und Credentials einrichten, Kunden suchen, Aktivitäten anlegen, blättern, Änderungen zeitgesteuert abfragen, Fehler auswerten und die OpenAPI-Datei einem KI-Agenten geben.

Ihren Workflow
besprechen.

In 30 Minuten klären wir, welche Abläufe sich bei Ihnen automatisieren lassen und welche Ressourcen der Schnittstelle Sie dafür brauchen — kostenlos und ohne Verpflichtung.

Kostenfreie Beratung: +49 9454 94905420