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Forecast und Pipeline

Der erwartete Umsatz je Quartal — gewichtet mit einer Wahrscheinlichkeit, deren Herkunft nachvollziehbar ist.

ameax rechnet jede Verkaufschance mit ihrer Wahrscheinlichkeit auf das Abschlussdatum: Betrag mal Wahrscheinlichkeit, summiert je Woche, Monat, Quartal oder Jahr. Die Wahrscheinlichkeit stammt aus der Verkaufsphase, aus einem Bewertungsfeld oder aus der Einschätzung des Zuständigen — jede Änderung wird festgehalten. Überfällige Chancen fallen nicht heraus.

Die Frage der Vertriebsleitung ist immer dieselbe: Was kommt im nächsten Quartal herein? Die übliche Antwort ist eine Liste offener Angebote, addiert zu einer Summe, die niemand ernst nimmt — weil jeder weiß, dass nicht alles kommt. Also wird pauschal halbiert. Das ist kein Forecast, das ist eine Vermutung mit Nachkommastellen.

ameax rechnet stattdessen jede Verkaufschance einzeln mit ihrer eigenen Wahrscheinlichkeit — und legt offen, woher diese Wahrscheinlichkeit stammt.

Was ist ein gewichteter Forecast?

Der Betrag jeder Verkaufschance, multipliziert mit ihrer Abschlusswahrscheinlichkeit. Eine Chance über 50.000 Euro bei 40 Prozent geht mit 20.000 Euro ein, nicht mit 50.000 und nicht mit null.

Worauf wird gerechnet?

Auf das Abschlussdatum der Chance — also darauf, wann der Auftrag erwartet wird, nicht wann die Chance angelegt wurde.

Was der gewichtete Forecast rechnet

Jede aktive Verkaufschance mit einem Abschlussdatum geht in die Rechnung ein. Ihr Betrag wird mit ihrer Wahrscheinlichkeit multipliziert, die Ergebnisse werden auf der Zeitachse des Abschlussdatums summiert. Heraus kommt eine Kurve über Wochen, Monate, Quartale oder Jahre.

Drei Messgrößen stehen zur Wahl, und der Wechsel zwischen ihnen ist ein Klick:

  • Gewichteter Betrag — die realistische Erwartung. Standard im Dashboard.
  • Betrag — das volle Pipeline-Volumen, ungewichtet. Zeigt, wie viel überhaupt im Spiel ist.
  • Anzahl — wie viele Chancen in der Periode auflaufen. Deckt auf, ob eine Zahl von vielen kleinen oder einer einzigen großen Chance getragen wird.

Ausgeschlossen sind gewonnene, verlorene und passiv gestellte Chancen sowie solche ohne Abschlussdatum — der Forecast zeigt ausschließlich, was noch offen ist.

Überfällige Chancen bleiben drin. Eine Chance, deren Abschlussdatum verstrichen ist, verschwindet nicht aus der Auswertung, sondern erscheint in dem Quartal, in dem ihr Datum tatsächlich liegt. Ein Balken in der Vergangenheit ist damit kein Fehler, sondern eine Aufgabe: Diese Chancen brauchen ein neues Datum oder eine Entscheidung.

Woher die Wahrscheinlichkeit kommt

Ein gewichteter Forecast ist nur so viel wert wie seine Wahrscheinlichkeiten. Deshalb ist in ameax festgelegt, woher sie stammen — Sie entscheiden einmal in den Einstellungen, welcher der drei Wege gilt:

  1. Aus der Verkaufsphase. Jede Phase Ihres Vertriebsprozesses — etwa Identifikation, Gewinnung, Qualifikation, Angebot, Verkauf — trägt einen Fortschrittswert. Wechselt eine Chance die Phase, wird die Wahrscheinlichkeit automatisch gesetzt. Das gilt auch dann, wenn der Wechsel über einen Prozess-Button ausgelöst wird. Ihre Phasen sind Stammdaten, Bezeichnungen und Werte legen Sie selbst fest.
  2. Aus einem Bewertungsfeld. Ein eigenes Feld mit abgestuften Auswahlwerten, hinter denen jeweils ein Prozentwert liegt. Der Zuständige wählt eine Stufe, die Wahrscheinlichkeit ergibt sich daraus. Dieser Weg hat Vorrang vor der Verkaufsphase.
  3. Von Hand. Ein Wert zwischen 0 und 100, auf Wunsch mit Vorbelegung und als Pflichtfeld, damit keine Chance ohne Einschätzung im Forecast landet.

Unabhängig vom Weg wird jede Änderung als Revision festgehalten. Es lässt sich also nachvollziehen, wann eine Chance von 30 auf 70 Prozent gesprungen ist — und wann wieder zurück. Genau daran erkennt man Forecasts, die kurz vor Quartalsende schöngerechnet werden.

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Die Innovenda-Methode hinter der Zahl

Wer die Wahrscheinlichkeit nicht schätzen, sondern begründen will, nutzt die Innovenda-Methode. Sie bewertet jede Chance in sieben Faktoren auf einer Skala von 0 bis 7 — und zwar nicht als abstrakte Note, sondern über ausformulierte Aussagen. Beim Faktor „Beziehungen“ reicht die Skala von „Die Entscheider sind noch unbekannt“ bis „Alle Entscheider sind auf unserer Seite“. Der Bewerter wählt keine Zahl, er wählt eine Beschreibung seiner Lage.

Aus den sieben Faktoren berechnet das System automatisch zwei Kennzahlen:

Kennzahlergibt sich ausbeantwortet
Auftragschance (get)Beziehungen, Nutzenargumentation, Vertrauen, WettbewerbBekommen wir den Auftrag?
Realisierungschance (go)Handlungsbedarf, Kaufprozess, PreisKommt das Projekt überhaupt?
Kalkulierte ChanceAuftragschance mal Realisierungschancebeides zusammen

Diese Trennung ist der eigentliche Gewinn. Ein Projekt kann eine hervorragende Auftragschance haben und trotzdem nie kommen, weil beim Kunden kein Handlungsbedarf besteht — zwei verschiedene Probleme, die zwei verschiedene Antworten verlangen. Eine einzige Prozentzahl verwischt das.

Dazu kommt ein Detail, das in der Praxis den Unterschied macht: Zu jedem Faktor hinterlegt der Bewerter eine Quelle — Wissen, Vermuten oder Raten. Damit steht neben der Einschätzung auch, wie belastbar sie ist. Wer eine Chance mit „Alle Entscheider sind auf unserer Seite“ bewertet und als Quelle „Raten“ angibt, sagt der Vertriebsleitung mehr als jede Zahl.

Der Verlauf aller sieben Faktoren lässt sich über die Zeit ansehen. Man erkennt daran, ob eine Chance wirklich reift — oder ob nur die Zahlen wandern, während sich in der Sache nichts bewegt.

Im Forecast dienen die berechneten Kennzahlen als Segmentierung: Sie teilen die Pipeline nach kalkulierter Chance, Realisierungschance oder Auftragschance auf und sehen, welcher Teil des erwarteten Umsatzes auf welcher Substanz steht.

Zeitraster, Messgröße, Segmentierung

Der Forecast ist keine feste Grafik, sondern eine Auswertung mit drei frei wählbaren Achsen:

  • Zeitraster — Woche, Monat, Quartal oder Jahr. Quartal ist voreingestellt.
  • Darstellung — kumuliert, wenn Sie das Erreichen einer Jahreszahl verfolgen; autark, wenn Sie einzelne Perioden vergleichen.
  • Segmentierung — Wahrscheinlichkeitsklasse (niedrig 0–32, mittel 33–65, hoch 66–100 Prozent), einzelne Verkaufschance, Kundenkategorie, dazu mit der Bewertung: kalkulierte Chance, Realisierungschance, Auftragschance, Verkaufsphase und jedes segmentfähige Zusatzfeld.

Dass ein selbst angelegtes Zusatzfeld als Segment zur Verfügung steht, ist der Punkt, an dem die Auswertung zu Ihrer Auswertung wird: Wer eine Branche, eine Vertriebsregion oder eine Produktlinie als Feld führt, kann seinen Forecast danach aufteilen, ohne dass jemand etwas programmieren müsste.

Die Klassengrenzen für niedrig, mittel und hoch sind dieselben, nach denen Sie auch in der Verkaufschancen-Liste filtern. Was Sie in der Auswertung sehen, finden Sie in der Liste unter demselben Filter wieder — ohne Abweichung. Unter der Kurve steht die Liste der Chancen, jeweils mit ihrer nächsten Wiedervorlage: Von der Zahl im Diagramm sind es zwei Klicks zur nächsten konkreten Handlung.

Derselbe Forecast im Dashboard

Neben der analytischen Ansicht steht der Forecast als Baustein im Dashboard zur Verfügung — dieselbe Rechnung, fünf Darstellungen:

Darstellungzeigt
KennzahlPipeline-Volumen, gewichtetes Volumen und Anzahl der Chancen als drei Zahlen
Diagrammdie Forecast-Kurve über die Zeit oder den Vergleich zweier Segmente nebeneinander
Tabelleje Periode: Anzahl, Betrag, gewichteter Betrag
MatrixMitarbeiter, Abteilung oder Betreuer in den Zeilen, Perioden in den Spalten
Planzahlden Forecast gegen einen Zielwert, mit Tempo-Marke und Hochrechnung

Die Matrix beantwortet die Frage, die in jeder Vertriebsbesprechung fällt: Wer trägt welches Quartal? Statt einer Gesamtsumme steht dort jede Zeile für einen Mitarbeiter oder ein Team, jede Spalte für eine Periode.

Gefiltert wird nach Abschlusszeitraum, Verkaufsphase, zuständigem Mitarbeiter, Betreuer, Abteilung und Benutzergruppe. Dabei gilt dieselbe Sichtbarkeitslogik wie in der Verkaufschancen-Liste: Jeder sieht die Chancen, die er sehen darf. Für Leitungs-Dashboards lässt sich ein einzelner Baustein bewusst auf die Gesamtsicht stellen.

Pipeline-Liste oder Forecast?

FrageOffene Angebote in einer ListeForecast in ameax
Erwarteter UmsatzSumme aller Angebote, pauschal gekürztje Chance mit eigener Wahrscheinlichkeit
Zeitliche Zuordnungkeine oder nach Angebotsdatumnach erwartetem Abschlussdatum
Herkunft der WahrscheinlichkeitBauchgefühl, nicht dokumentiertPhase, Bewertungsfeld oder Eingabe — mit Revisionshistorie
Überfällige Chancenfallen still herausbleiben sichtbar im alten Quartal
Aufteilungnachträglich in Excelnach Klasse, Phase, Kategorie, Zusatzfeld
Je Mitarbeiterseparate Liste je PersonMatrix Mitarbeiter mal Periode
AktualitätStand des letzten Exportsder aktuelle Stand der Datenbank

Aus Einschätzungen wird eine Planungsgrundlage

Ein Forecast wird nicht dadurch besser, dass er komplizierter rechnet, sondern dadurch, dass seine Eingangsgrößen nachvollziehbar sind. In ameax hat jede Zahl eine Herkunft: die Phase, in der die Chance steht, die Bewertung, die jemand vorgenommen hat, die Revision, die den letzten Sprung festhält.

Damit lässt sich über den Forecast diskutieren, statt ihn zu glauben. Und weil dieselbe Auswertung als Dashboard-Baustein, als Matrix je Mitarbeiter und als bewertete Chance im Kundendatensatz auftaucht, sehen Vertrieb und Leitung dieselben Zahlen — nicht zwei Stände, die am Monatsende abgeglichen werden müssen.

Was Interessenten
am häufigsten fragen.

Wie wird der Forecast berechnet?

Je Verkaufschance wird der Betrag mit der hinterlegten Wahrscheinlichkeit multipliziert — eine Chance über 50.000 Euro bei 40 Prozent geht mit 20.000 Euro in den Forecast ein. Diese gewichteten Beträge werden auf das Abschlussdatum der jeweiligen Chance summiert, wahlweise je Woche, Monat, Quartal oder Jahr. Neben dem gewichteten Betrag lassen sich auch der ungewichtete Betrag und die reine Anzahl der Chancen auswerten.

Woher kommt die Wahrscheinlichkeit?

Aus einem von drei Wegen, die Sie in den Einstellungen festlegen: aus der Verkaufsphase, wenn jede Phase einen Fortschrittswert trägt — dann setzt jeder Phasenwechsel die Wahrscheinlichkeit automatisch; aus einem Bewertungsfeld, dessen gewählte Stufe einen Prozentwert liefert; oder von Hand als Wert zwischen 0 und 100, optional mit Vorbelegung und als Pflichtfeld. Das Bewertungsfeld hat Vorrang vor der Verkaufsphase.

Was passiert mit überfälligen Verkaufschancen?

Sie bleiben im Forecast und erscheinen in dem Quartal, in dem ihr Abschlussdatum tatsächlich liegt — also in der Vergangenheit. Sie verschwinden nicht still aus der Auswertung, sondern sind als das sichtbar, was sie sind: Chancen, deren Termin verstrichen ist. Gewonnene, verlorene und passiv gestellte Chancen sind dagegen ausgeschlossen, ebenso Chancen ohne Abschlussdatum.

Was ist die Innovenda-Methode?

Eine Bewertung jeder Verkaufschance in sieben Faktoren, jeweils auf einer Skala von 0 bis 7 mit ausformulierten Aussagen statt bloßer Zahlen: Beziehungen, Nutzenargumentation, Vertrauen und Wettbewerb ergeben die Auftragschance, Handlungsbedarf, Kaufprozess und Preis die Realisierungschance. Multipliziert ergeben beide die kalkulierte Chance. Zu jedem Faktor wird zusätzlich festgehalten, ob die Einschätzung auf Wissen, Vermuten oder Raten beruht.

Nach welchen Kriterien lässt sich der Forecast aufteilen?

Nach Wahrscheinlichkeitsklasse (niedrig 0 bis 32, mittel 33 bis 65, hoch 66 bis 100 Prozent), nach der einzelnen Verkaufschance, nach Kundenkategorie sowie — mit der Verkaufschancenbewertung — nach kalkulierter Chance, Realisierungschance, Auftragschance, Verkaufsphase und jedem segmentfähigen Zusatzfeld. Die Klassengrenzen sind dieselben, nach denen Sie auch in der Verkaufschancen-Liste filtern.

Sagt eine KI den Abschluss voraus?

Nein. Die Wahrscheinlichkeit stammt aus Ihrer Verkaufsphase, aus einer Bewertung oder aus der Einschätzung des Zuständigen — nicht aus einem Modell, das aus Ihrer Historie lernt. Der Vorteil ist die Nachvollziehbarkeit: Zu jeder Zahl im Forecast lässt sich sagen, woher sie kommt und wer sie wann verändert hat. Jede Änderung wird als Revision festgehalten.

Kann jeder den gesamten Forecast sehen?

Nur, wenn er es darf. Der Forecast verwendet dieselbe Sichtbarkeitslogik wie die Verkaufschancen-Liste: eigene und fremde Chancen, zuständiger Benutzer, Betreuergruppe. Ein Mitarbeiter sieht seine Pipeline, die Vertriebsleitung die des Teams. Für Leitungs-Dashboards lässt sich ein Widget bewusst auf die Gesamtsicht stellen.

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