Rabatte mit Grenzen
Stammkunden ihren Rabatt geben — und trotzdem verhindern, dass jemand unter die Marge rutscht.
Jeder Kunde bekommt seinen Rabatt je Warengruppe automatisch auf jede passende Position. Drei Grenzen je Artikel halten den Rabatt im Zaum: eine Rabattsperre, ein Maximalrabatt und ein Mindestpreis. So bleibt der Nachlass eine Regel statt einer Ermessensfrage im Einzelfall.
Stammkunden erwarten ihren Rabatt — und Sie geben ihn gern, solange am Ende die Marge stimmt. Genau da wird es heikel: Wer den Nachlass jedem Verkäufer im Einzelfall überlässt, bekommt großzügige Prozente auf ausgerechnet die Artikel, bei denen ohnehin kaum etwas hängen bleibt. Ein zu hoher Rabatt auf den falschen Posten fällt oft erst auf, wenn die Rechnung raus ist.
Die Funktion Rabatte mit Grenzen macht aus dem Nachlass eine Regel: Jeder Kunde bekommt seinen Rabatt je Warengruppe automatisch — und drei Grenzen je Artikel sorgen dafür, dass niemand unter die Marge rutscht.
Was ist ein Warengruppen-Rabatt?
Ein Rabatt-Prozentsatz, den ein Kunde auf eine Warengruppe bekommt — oder als Generalrabatt auf alles. Kommt ein Artikel dieser Warengruppe auf seinen Beleg, wird der Rabatt automatisch angewendet.
Was ist ein Mindestpreis vor Rabatt?
Eine Preisuntergrenze je Artikel. Fällt der Preis einer Position darunter, hebt ameax ihn wieder auf den Mindestpreis an — der Nachlass zieht den Artikel nicht beliebig tief.
Rabatt geben, Marge behalten
Rabatt hat zwei Seiten: Der Kunde soll seinen gewohnten Nachlass bekommen, ohne dass jemand nachdenkt — und gleichzeitig darf dieser Nachlass nicht jede Kalkulation aushebeln. ameax trennt beides sauber: Der Kundenrabatt regelt, wer wie viel bekommt; die Grenzen am Artikel regeln, wie weit der Rabatt gehen darf.
Und noch eine Trennung ist wichtig: Der Rabatt ist nicht der Preis. Welchen Basispreis ein Kundentyp sieht, bestimmt die Preisgruppe. Der Rabatt kommt obendrauf — ein Nachlass auf diesen Basispreis. Beide greifen unabhängig im selben Beleg.
Kundenrabatt je Warengruppe
Je Kunde hinterlegen Sie Rabatte nicht Artikel für Artikel, sondern je Warengruppe — oder als Generalrabatt über alles. Ein Beispiel: Ein Handwerksbetrieb bekommt 10 % auf „Werkzeug" und 5 % generell. Bestellt er einen Bohrer, greift der Werkzeug-Rabatt; bestellt er etwas aus einer Gruppe ohne eigenen Satz, greift der Generalrabatt.
Der Nachlass folgt dabei der Warengruppen-Hierarchie: Ein Rabatt auf eine Ober-Warengruppe gilt automatisch für alle Unter-Warengruppen, solange dort nichts Eigenes hinterlegt ist. Sie pflegen also den Rabatt einmal weit oben und müssen ihn nicht für jede Unterkategorie wiederholen. Der spezifischste Satz gewinnt — die feiner hinterlegte Regel schlägt die allgemeine.
Im Beleg müssen Sie nichts eintragen: Sobald ein passender Artikel auf eine Position kommt, setzt ameax den richtigen Kundenrabatt selbst. Ein von Hand eingegebener Rabatt hat Vorrang, wenn Sie im Einzelfall bewusst abweichen wollen.
Drei Grenzen halten den Rabatt im Zaum
Damit der Nachlass nicht die Marge frisst, hat jeder Artikel drei Stellschrauben:
- Rabattsperre. Ein Artikel lässt sich als „nicht rabattierbar" markieren. Auf einer Position mit diesem Artikel wird jeder Rabatt auf null gesetzt — auch der automatische Kundenrabatt. Ideal für Aktionsware oder ohnehin knapp kalkulierte Posten. Per Massenaktion schalten Sie viele Artikel auf einmal.
- Maximalrabatt. Ein Höchstsatz je Artikel. Ob der Rabatt aus dem Kundenstamm kommt oder von Hand eingegeben wird — liegt er über dem Maximum, kappt ameax ihn auf diese Grenze. So gewähren Sie großzügige Stammkundenrabatte und schützen einzelne empfindliche Artikel trotzdem.
- Mindestpreis vor Rabatt. Eine Preisuntergrenze je Artikel. Fällt der Preis nach Rabatt darunter, hebt ameax ihn wieder an. Der Artikel wird nie unter seine rote Linie verkauft.
Die drei greifen zusammen in einer festen Reihenfolge: gesperrte Artikel bleiben rabattfrei, der übrige Rabatt wird auf den Maximalsatz gedeckelt, und der Mindestpreis fängt den Rest ab. So ist der Spielraum jedes Verkäufers von vornherein eingegrenzt — nicht durch Ermahnung, sondern durch die Regel im System.
Im Beleg greift alles automatisch
Im Alltag merken Sie von der Mechanik wenig: Sie wählen den Kunden, erfassen die Artikel — und ameax setzt den Kundenrabatt je Warengruppe, deckelt ihn am Maximalrabatt, sperrt, was gesperrt ist, und lässt den Preis nicht unter den Mindestpreis fallen. Ob der Rabatt offen auf der Rechnung steht oder nur im Endpreis steckt, entscheiden Sie je Position über das Ein- und Ausblenden.
Rabatt im Kopf oder in Regeln?
| Frage | Rabatt im Einzelfall | Rabatte mit Grenzen |
|---|---|---|
| Stammkundenrabatt | jeder Verkäufer entscheidet | je Warengruppe hinterlegt, automatisch |
| Rabatt über viele Kategorien | jede einzeln pflegen | vererbt sich über die Hierarchie |
| Zu hoher Rabatt | fällt nach der Rechnung auf | Maximalrabatt kappt sofort |
| Preis unter der Marge | manuell aufpassen | Mindestpreis fängt ab |
| Artikel ganz ohne Rabatt | daran denken | Rabattsperre am Artikel |
| Rabatt auf der Rechnung | fest | je Position ein-/ausblendbar |
Kurz gesagt
Rabatt soll dem Kunden zugutekommen, nicht die Kalkulation aushebeln. Überlässt man ihn dem Einzelfall, passiert leicht beides gleichzeitig: der Stammkunde wartet auf seinen Nachlass, und ein anderer bekommt zu viel auf den falschen Artikel.
Rabatte mit Grenzen macht daraus eine Regel: Kundenrabatt je Warengruppe, automatisch und über die Hierarchie vererbt — eingehegt durch Rabattsperre, Maximalrabatt und Mindestpreis je Artikel. Sie geben den Nachlass, das System hält die Grenze.
Was Interessenten
am häufigsten fragen.
Wie funktioniert der Kundenrabatt je Warengruppe?
Sie hinterlegen je Kunde einen Rabatt-Prozentsatz für eine Warengruppe — oder einen Generalrabatt über alle Warengruppen. Kommt ein Artikel dieser Warengruppe auf einen Beleg des Kunden, wird der Rabatt automatisch als Positionsrabatt gesetzt. Der Rabatt vererbt sich entlang der Warengruppen-Hierarchie: Ein Nachlass auf eine Ober-Warengruppe gilt auch für ihre Unter-Warengruppen, solange dort nichts Eigenes hinterlegt ist.
Was ist ein Maximalrabatt je Artikel?
Eine Obergrenze für den Rabatt einer Position. Egal ob der Rabatt aus dem Kundenstamm kommt oder von Hand eingegeben wird — überschreitet er den beim Artikel hinterlegten Maximalwert, kappt ameax ihn auf diese Grenze. So können Sie großzügige Stammkundenrabatte gewähren und einzelne knapp kalkulierte Artikel trotzdem schützen.
Was ist ein Mindestpreis vor Rabatt?
Eine Preisuntergrenze je Artikel. Fällt der Preis einer Position darunter, hebt ameax ihn wieder auf den Mindestpreis an. Damit ziehen Rabatte einen Artikel nicht beliebig tief. Im Einkauf — bei Bestellungen und Eingangsrechnungen — greift der Mindestpreis nicht.
Kann ich einzelne Artikel ganz vom Rabatt ausnehmen?
Ja. Ein Artikel lässt sich als „nicht rabattierbar“ markieren; dann wird auf einer Position mit diesem Artikel jeder Rabatt auf null gesetzt — auch der automatische Kundenrabatt. Über eine Massenaktion können Sie viele Artikel auf einmal rabattierbar oder gesperrt schalten.
Was ist der Unterschied zwischen Rabatt und Preisgruppe?
Die Preisgruppe bestimmt den Basispreis je Kundentyp — welchen Preis ein Endkunde, Händler oder Großhändler überhaupt sieht. Der Rabatt kommt obendrauf: ein prozentualer Nachlass auf diesen Basispreis, je Warengruppe und Kunde. Beide greifen unabhängig voneinander im selben Beleg.
Kann der Rabatt auf der Rechnung ausgeblendet werden?
Ja. Der Positionsrabatt lässt sich pro Position ein- oder ausblenden. So entscheiden Sie, ob der Nachlass offen auf dem Beleg steht oder nur im Endpreis enthalten ist.
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