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Vertriebsaußendienst Aufgaben: vom Termin bis zur Nachbereitung

Die Aufgaben im Vertriebsaußendienst lassen sich schnell aufzählen: Kunden besuchen, beraten, verkaufen. Der Alltag eines Außendienstmitarbeiters besteht aber zu großen Teilen aus dem, was drumherum liegt — Wege planen, Termine vorbereiten, festhalten, was besprochen wurde, sich mit dem Innendienst abstimmen. Ohne diese Arbeit wird aus einem guten Gespräch kein Auftrag.

Nach außen sichtbar ist davon wenig. Der Kunde erlebt einen Termin und bekommt ein Angebot. Was davor und danach passiert, sieht er nicht — und merkt es erst, wenn es fehlt.

Geöffneter Kofferraum eines Kombis mit Aktenkoffer, Musterkoffer und Katalogen vor einem modernen Firmengebäude – Aufgaben im Vertriebsaußendienst

Was der Vertriebsaußendienst macht

Der Vertriebsaußendienst betreut Kunden vor Ort. Außendienstmitarbeiter fahren zu Terminen, führen Gespräche im Betrieb des Kunden, beraten zu Produkten, verhandeln Preise und bringen Aufträge mit zurück. Gearbeitet wird dabei selten am Schreibtisch: im Auto, im Besprechungsraum beim Kunden, auf der Messe.

Oft wird die Rolle mit reiner Verkaufstätigkeit gleichgesetzt. Tatsächlich hängt daran mehr. Verkauft werden ohnehin selten nur Produkte. Dienstleistungen wie Wartung, Schulung und Serviceverträge sind in vielen Branchen Teil des Geschäfts. Dazu beobachtet der Außendienst den Markt, meldet zurück, was er bei Kunden hört, und liefert die Grundlage für das, was Innendienst und Vertriebsleitung danach bearbeiten.

Im Betrieb sieht man, wie tatsächlich gearbeitet wird, und kann anders beraten als jemand, dem nur die Angaben aus einem Formular vorliegen.

Wie viel davon tatsächlich anfällt, hängt vom Geschäft ab. Im Maschinenbau dauern Beratungen lange, und derselbe Kunde wird über Monate begleitet. Bei Verbrauchsmaterial sind die Besuche häufiger und kürzer. Die Aufgaben bleiben dieselben, ihr Gewicht verschiebt sich.

Der Außendienst ist keine rein kaufmännische Aufgabe. In der Industrie muss jemand verstehen, was in der Anlage des Kunden passiert, im Pharmavertrieb das Präparat im Detail kennen. Auf der anderen Seite des Tisches sitzt fast immer jemand vom Fach, der sofort merkt, ob das Gegenüber mitreden kann.

Die Aufgaben des Vertriebsaußendiensts im Überblick

Fünf Felder kehren in fast jedem Außendienst wieder, unabhängig davon, was verkauft wird. Sie hängen zusammen: Was im Gespräch entsteht, muss ins Angebot, und die Zusagen müssen dokumentiert sein, sonst beginnt beim nächsten Termin alles von vorn.

Neukunden gewinnen

Die Neukundengewinnung beginnt vor dem ersten Termin, mit der Auswahl der Betriebe und der Frage, wer dort entscheidet. Der erste Besuch dient dem gegenseitigen Kennenlernen — und endet selten mit einem Abschluss, eher mit einer ersten Vereinbarung: ein Muster, ein Testlauf, ein zweiter Termin.

Bestandskunden betreuen

Der größere Teil der Arbeit liegt meist hier. Bestehende Kunden wollen regelmäßig gesehen werden, auch ohne akuten Anlass. Aus solchen Terminen entstehen Folgeaufträge, Hinweise auf anstehende Investitionen und die Gelegenheit, ein zweites Produkt ins Gespräch zu bringen. Wer nur bei Problemen auftaucht, erfährt von Ausschreibungen erst, wenn sie vergeben sind.

Aktenkoffer, Kataloge und geöffneter Musterkoffer mit Materialproben auf einer Bank vor einem Firmencampus – Verkaufsunterlagen für den Kundenbesuch im Außendienst

Markt beobachten

Im Außendienst fällt Wissen an, das sonst niemand im Unternehmen hat: Welcher Wettbewerber gerade wo anbietet, welche Preise im Umlauf sind, welche Themen die Kunden beschäftigen. Solches Wissen nützt aber nur, wenn es zurückfließt und nicht im Kopf des Einzelnen bleibt.

Angebote und Verhandlung

Was im Verkaufsgespräch besprochen wurde, muss in ein Angebot. Je nach Geschäft entsteht es direkt beim Kunden oder später im Büro, oft mit Unterstützung des Innendiensts. In der Verhandlung geht es dann um Preis, Menge, Liefertermin und Konditionen. Zugesagt wird nur, was gedeckt ist — und was dabei herauskommt, muss festgehalten werden.

Organisation und Nachbereitung

Termine planen, Wege bündeln, Unterlagen vorbereiten, nach dem Besuch festhalten, was besprochen wurde. Der Außendienst ist dabei die Schnittstelle zwischen Kunde und Firma: Was er nicht weitergibt, erfährt der Innendienst nicht — eine Notiz, die dort gelesen werden soll, muss ohne Rückfrage verständlich sein. Dieser Teil ist unbeliebt und wird nach hinten geschoben. Er entscheidet trotzdem darüber, ob aus einem guten Gespräch ein Auftrag wird.

Wie ein Arbeitstag im Außendienst aussieht

Der Tag beginnt selten im Büro. Wer um neun beim ersten Kunden sein will und eine Stunde Fahrt vor sich hat, sitzt um kurz nach sieben im Auto. Geplant wird am Abend davor.

Der Plan hält selten bis zum Abend. Ein Stau, ein Gespräch, das nach zwanzig Minuten erledigt ist, ein anderes, das sich zieht — was den Tag ausmacht, ist weniger die Planung als der Umgang mit dem, was dazwischenkommt.

Manchmal entsteht dabei Zeit, die niemand eingeplant hat, etwa eine halbe Stunde im Wartebereich. Sie lässt sich für die Nachbereitung des vorigen Termins nutzen, wenn Unterlagen und Kundenhistorie greifbar sind — oder für ein paar Minuten mit dem Ansprechpartner, in denen sich gemeinsame Interessen zeigen.

Was in den Gesprächen gesagt wird, ist die eigentliche Ausbeute des Tages: eine anstehende Investition, ein Wettbewerbsangebot, der Hinweis, dass der bisherige Ansprechpartner das Haus verlässt. Wer das gleich festhält, hat abends frei; wer es aufschiebt, sitzt am Freitag über einer Woche voller halb erinnerter Gespräche.

Wie Außendienst und Innendienst zusammenarbeiten

Die Trennung wird oft so beschrieben: Der eine verkauft, der andere verwaltet. Im Alltag stimmt das nicht. Auch der Innendienst verkauft, nimmt Bestellungen auf, berät am Telefon und rettet Aufträge, die sonst liegenblieben. Beide arbeiten auf dasselbe Ziel hin, nur mit unterschiedlichem Blick auf den Kunden.

Im Außendienst betreut man so viele Kunden, wie sich in vertretbarer Zeit besuchen lassen. Wer beim Kunden steht, sieht die Halle, die Maschine, den Stapel Kartons in der Ecke, und erkennt daran Dinge, nach denen niemand gefragt hätte. Der Innendienst hat dafür den ganzen Bestand im Blick und merkt, dass ein Kunde seit einem Jahr nichts mehr bestellt hat oder dass drei Betriebe in derselben Region dasselbe Problem melden.

Auch die Beziehung ist eine andere. Im Außendienst kennt man den Ansprechpartner über Jahre. Das zeigt sich bei der Kundenbindung, sobald etwas schiefgeht: Eine verspätete Lieferung oder eine Preiserhöhung nimmt ein Kunde eher hin, wenn er den Menschen kennt, der sie ihm erklärt. Vom Schreibtisch aus bleibt der Kontakt sachlicher — freundlich, verlässlich, aber ohne den Kaffee in der Werkskantine.

Damit aus zwei Blickwinkeln eine Betreuung wird, muss in beide Richtungen etwas fließen. Vor dem Termin schaut der Innendienst nach, was offen ist — eine unbeantwortete Anfrage, eine Reklamation aus dem Vormonat. Danach dreht sich die Richtung um: Aus dem Gespräch entstehen Aufgaben, die in der Firma erledigt werden, und die landen nur richtig, wenn vollständig ankommt, was besprochen wurde. Ein Zuruf im Vorbeigehen reicht selten.

Der häufigste Reibungspunkt ist die doppelte Ansprache: Der Innendienst ruft wegen einer offenen Rechnung an, während der Außendienst zwei Tage später über die Erweiterung sprechen will. Für den Kunden wirkt das wie zwei Firmen.

Dass es eine ist, hängt an einer einzigen Voraussetzung: Außen- und Innendienst müssen in dieselbe Kundenakte schauen können. Steht der Besuch dort mit Betreff, Ergebnis und Ansprechpartner, kann der Innendienst weiterarbeiten, ohne nachzufragen. Für den nächsten Schritt lässt sich eine Wiedervorlage setzen und zuweisen, mit Priorität und Anlass — dann hängt die Nacharbeit nicht daran, ob jemand daran denkt.

Wo genau die Grenze verläuft, entscheidet jedes Unternehmen selbst — in kleineren Betrieben macht dieselbe Person beides. Was die Aufgaben im Vertriebsinnendienst im Einzelnen umfassen, hängt genau daran.

Konferenztisch mit geöffnetem Aktenordner, Berichten mit Diagrammen, beschrifteten Mappen und handschriftlichen Notizen – gemeinsame Kundenakte für Außen- und Innendienst

Wie im Außendienst dokumentiert wird

Dokumentiert wird unterschiedlich: der eine während des Gesprächs, der andere danach im Auto, ein dritter sammelt die Zettel und trägt sie am Freitag zusammen — oder an dem Tag, den er sich selbst zum Bürotag erklärt hat.

Die Erinnerung an ein Gespräch hält kürzer, als man denkt: Nach drei Terminen an einem Tag verschwimmt am Abend, wer von den dreien die Lieferzeit bemängelt hat. Was noch am selben Tag festgehalten wird, stimmt. Was Tage später rekonstruiert wird, ist eine Annäherung.

Beim Mitschreiben im Termin kommt ein zweiter Gewinn dazu: Die Notizen lassen sich am Ende kurz gemeinsam durchgehen — was besprochen wurde, wer was übernimmt, wann der nächste Schritt fällig ist. Dann ist die Dokumentation nicht nur fertig, sondern für beide Seiten eine Zusage.

Viel muss es nicht sein. Betreff, Art des Kontakts, Ansprechpartner, das Ergebnis in zwei Sätzen, dazu was zugesagt wurde und bis wann. Statt „Preis besprochen" gehört dort hinein, welcher Preis für welche Menge gilt und wer beim Kunden noch zustimmen muss.

Wo ein KI-Assistenzsystem im Vertrieb eingebunden ist, lässt sich die Notiz einsprechen statt tippen, was auf dem Rückweg leichter fällt. Was gar nicht festgehalten wird, ist nicht nur für den Kollegen verloren — es fehlt auch dem, der in zwei Jahren wieder zu diesem Kunden fährt, und das ist oft dieselbe Person.

Woran die Arbeit im Außendienst gemessen wird

Am Ende steht der Umsatz, und daran wird gemessen. Nur sagt die Zahl wenig über die Arbeit des laufenden Monats: Ein Abschluss im März geht oft auf Gespräche zurück, die im Vorjahr begonnen haben. Beim reinen Blick auf den Umsatz sieht man das Ergebnis, nicht den Weg dorthin.

Deshalb wird daneben die Tätigkeit gezählt: Besuche pro Woche, Erstkontakte, Angebote. Solche Vertriebskennzahlen zeigen früher, ob etwas ins Rutschen kommt. Sie haben aber eine Kehrseite. Wo die Besuchszahl das Ziel ist, entstehen Besuche, die niemand gebraucht hätte. Welche Zahlen laufend beobachtet werden, entscheidet deshalb mit, wie gearbeitet wird. Ihre Auswahl ist Führungsarbeit.

Üblich sind rollierende Zeiträume statt starrer Jahresziele: die letzten sieben, vierzehn oder dreißig Tage, heruntergebrochen auf den Tag. Damit fällt früh auf, wenn ein Gebiet abreißt, und nicht erst im November.

Beides setzt voraus, dass die Aktivitäten überhaupt im System stehen. Zählen lässt sich nur, was dokumentiert wurde. Ein Berichtswesen im Vertrieb ist deshalb zuerst eine Frage der Erfassung.

Nicht alles davon lässt sich zählen. Dass ein Kunde bei der nächsten Ausschreibung anruft, statt drei Angebote einzuholen, taucht in keiner Kennzahl auf. Es ist trotzdem das Ergebnis von Jahren Betreuung.

Welche Fähigkeiten der Außendienst braucht

Verkaufen und Fachwissen sind im Außendienst keine getrennten Anforderungen. Verkauft wird selten ein Produkt aus dem Katalog, sondern eine Lösung, die zur Situation beim Kunden passt. Örtliche Vorschriften, die Bedingungen am Standort oder die Frage, wofür ein Produkt überhaupt gebraucht wird, entscheiden mit, was infrage kommt. Aus einem Datenblatt geht das nicht hervor.

Gesprochen wird mit sehr verschiedenen Leuten. In der Halle steht der Meister, der wissen will, ob die Umstellung im laufenden Betrieb machbar ist. Im Besprechungsraum sitzt der Einkauf, der auf den Preis schaut. Beide wollen dieselbe Sache in anderer Sprache hören.

Der dritte Teil hat mit dem Produkt nichts zu tun. Im Außendienst schaut niemand zu. Die Woche strukturiert sich nicht von selbst, und ob die Nachbereitung am Dienstagabend oder gar nicht passiert, merkt zunächst niemand. Wie jemand das löst, bleibt jedem selbst überlassen.

Was sich schwer üben lässt, ist die Geduld. Zwischen Erstkontakt und Abschluss liegen im Projektgeschäft Monate, in denen nichts Sichtbares passiert. Ein Gesprächsleitfaden im Vertrieb hilft beim Einstieg, nicht beim Durchhalten.

Was die Arbeit im Außendienst schwierig macht

Im Außendienst bestimmt jeder seinen Rhythmus selbst, und arbeitet dabei allein. Es gibt niemanden am Nachbarschreibtisch, den man kurz etwas fragen kann, und keine Kaffeeküche, in der man mitbekommt, was gerade läuft. Rückmeldung kommt vom Kunden oder gar nicht.

Damit hängt zusammen, dass Entscheidungen in der Firma fallen, während man unterwegs ist. Eine Preisanpassung, ein Lieferengpass, ein Personalwechsel im Innendienst: Beim Kunden davon zu erfahren statt vorher ist unangenehm.

Ein großer Teil der Gespräche führt zu nichts. Absagen gehören zum Vertrieb insgesamt, im Außendienst kosten sie aber einen halben Tag: Anfahrt, Termin, Rückweg. Erstkontakte enden ohne Ergebnis, und auch bei Bestandskunden geht ein Angebot verloren, ohne dass jemand erklärt, warum.

Vieles davon liegt nicht in der eigenen Hand. Ein Wettbewerber unterbietet, ein Werk verlagert die Beschaffung, eine Branche investiert ein Jahr lang nicht. Die Zahlen am Jahresende zeigen das nicht.

Und die Arbeit hört nicht am Werkstor auf: die Zeit im Stau, die niemand plant, Hotelnächte bei weiten Gebieten, die Abende, an denen die Familie ohne einen auskommt. Was davon zumutbar ist, sieht jeder anders.

Aktenkoffer und Unterlagen auf einer Bank in einem leeren Wartebereich mit Blick auf einen leeren Parkplatz – Reise- und Wartezeiten im Außendienst

Welche Tools den Außendienst unterstützen

Tools für den Außendienst werden unterwegs benutzt oder gar nicht. Wie das aussieht, ist verschieden: Der eine klappt beim Kunden den Laptop auf, der andere bleibt nach dem Termin im Auto sitzen und macht seine Notizen am Telefon, wieder ein anderer schreibt auf einen Zettel und überträgt es später. Entscheidend ist, dass das Tool die jeweilige Arbeitsweise mitmacht.

Das fängt bei der digitalen Kundenakte an: Sie muss unterwegs erreichbar sein. Vor dem Termin zeigt sie, was zuletzt besprochen wurde, welche Belege offen sind und wer der Ansprechpartner ist. Nach dem Termin nimmt sie die Notiz auf. Liegt sie nur auf dem Rechner im Büro, verschiebt sich beides auf den Abend.

Praktisch wird es bei Lücken im Tag. Fällt ein Termin aus, lässt sich über die Postleitzahl oder die Adresse nachsehen, welche Kunden im Umkreis liegen, mit Entfernung und Fahrzeit über die Straße. Der Umkreis ist dabei Luftlinie, und eine ganze Woche in eine sinnvolle Reihenfolge bringt das nicht. Für die Frage, wen man auf dem Rückweg noch mitnehmen kann, reicht es.

Genauso wichtig ist, dass das Tool zum Betrieb passt. Von der Stange ist das selten. Welche Felder gebraucht werden, welche Aktivitätsarten es gibt, wie die Gebiete geschnitten sind: All das unterscheidet sich von Firma zu Firma, und eine Betriebssoftware wird daran angepasst, nicht umgekehrt. Was ein CRM für den Vertrieb leisten muss, entscheidet sich deshalb an den eigenen Abläufen. In der ameax AkquiseManager CRM-Software liegen Kundenakte, Wiedervorlagen und Umkreissuche im selben System — Außendienst und Innendienst arbeiten darin auf demselben Stand.

Häufige Fragen zum Vertriebsaußendienst

Was ist der Unterschied zwischen Vertriebsaußendienst und technischem Außendienst?

Beide arbeiten beim Kunden, aber an unterschiedlichen Aufgaben. Der Vertriebsaußendienst verkauft: beraten, Angebote erstellen, verhandeln. Der technische Außendienst montiert, wartet und repariert, was verkauft wurde — Servicetechniker genannt. Bei erklärungsbedürftigen Produkten treffen beide beim selben Kunden aufeinander, und der Techniker erfährt dabei nicht selten als Erster von einer anstehenden Investition.

Was passiert mit dem Kundenwissen, wenn ein Außendienstmitarbeiter das Unternehmen verlässt?

Was nur im Kopf oder in privaten Notizen steckt, geht mit. Der Nachfolger übernimmt dann ein Gebiet ohne Vorgeschichte und weiß nicht, was zugesagt wurde, welcher Preis zuletzt galt und wer beim Kunden mitentscheidet. Was in einer gemeinsamen Kundenakte steht, bleibt dagegen im Unternehmen. Die persönliche Beziehung zum Kunden ersetzt das nicht, den Sachstand schon.

Wie viele Kunden betreut ein Außendienstmitarbeiter?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Sie ergibt sich aus drei Größen: wie oft ein Kunde besucht werden soll, wie viele Termine an einem Tag möglich sind und wie weit die Wege im Gebiet sind. Im Projektgeschäft mit langen Beratungen sind es wenige Kunden, bei Verbrauchsmaterial mit kurzen Besuchen deutlich mehr. Ausrechnen lässt es sich über die Besuchstage im Jahr, geteilt durch die gewünschte Besuchsfrequenz je Kunde.

Wie werden Vertriebsgebiete zugeschnitten?

Meist nach Postleitzahlen, seltener nach Branche oder Kundengröße. Die Zuordnung kann automatisch laufen: Ein neuer Kunde landet anhand seiner Postleitzahl bei der zuständigen Betreuergruppe, oder er wird gleichmäßig verteilt, wenn kein Gebiet greift. Eine Betreuergruppe kann mehrere Personen umfassen, Innendienst und Außendienst gemeinsam. Postleitzahlbereiche sind allerdings keine exakten Landkarten — wo ein Gebiet an einer Stadtgrenze ungünstig verläuft, hilft nur die Ausnahme von Hand.

Ab wann lohnt sich ein eigener Außendienst?

Das hängt an drei Fragen: Trägt der durchschnittliche Auftragswert einen Besuchstag? Braucht das Produkt Erklärung, oder lässt es sich am Telefon und online verkaufen? Und wie weit liegen die Kunden auseinander? Wo Standardprodukte in kleinen Mengen abgehen, kommt der Innendienst günstiger. Wo Lösungen an den Betrieb angepasst werden und mehrere Personen mitentscheiden, zahlt sich die Anwesenheit eines Vertriebsmitarbeiters aus.

Geöffneter Aktenordner mit Registern für den Auftragsprozess – Kundeninformation, Gesprächsnotizen, Angebot und Kalkulation, Nachbereitung und Auftragserfassung

Der Vertriebsaußendienst als Schnittstelle

Der Vertriebsaußendienst ist der verlängerte Arm der Firma — er übernimmt die Kundenbetreuung dort, wo der Kunde tatsächlich arbeitet. Beim Kunden erfährt er, was ansteht; in der eigenen Firma muss ankommen, was daraus folgt. Beides zusammen ist die Aufgabe, der Termin allein ist nur die Hälfte.

Deshalb bildet die Arbeit eine Kette. Ein Termin hängt an der Vorbereitung, das Angebot am Gesprächsergebnis, der nächste Besuch an der Notiz vom letzten. Reißt sie an einer Stelle, merkt man es meist erst Monate später — wenn ein Kunde erklärt, das habe man doch damals schon besprochen.

Zusammengehalten wird sie unterwegs. Ob die Kundenakte greifbar ist und ob eine Notiz in zwei Minuten festgehalten ist, entscheidet im Alltag deshalb mehr als der Funktionsumfang eines Systems.

Genau das lässt sich aus keiner Funktionsliste ablesen. Ob eine Software im Außendienst trägt, zeigt sich in einer normalen Woche: mit dem eigenen Gebiet, den eigenen Kunden und der Nachbereitung nach dem dritten Termin. Die ameax AkquiseManager CRM-Software können Sie dafür 30 Tage kostenfrei testen.

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