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Ticketsystem mit Kundenportal

Ein Vorgang, ein Kommentarstrang — und an jedem Eintrag entscheiden Sie, ob der Kunde ihn sieht.

Interne Notiz und Kundenantwort im selben Vorgang. Der Kunde sieht online seinen Gesprächsverlauf, kommentiert, quittiert Dokumente — und Sie sehen, wann er es gelesen hat.

Ein Kunde meldet ein Problem. Drei Mitarbeiter arbeiten daran, tauschen sich per E-Mail aus, halten Zwischenstände fest. Der Kunde ruft an und fragt, wie es steht — und niemand kann ihm das beantworten, ohne vorher zwanzig Mails zu lesen. Umgekehrt genauso: Was intern besprochen wurde, darf er nicht erfahren. Also schreibt man ihm eine separate Mail, die den halben Sachstand noch einmal formuliert.

Der übliche Ausweg heißt: zwei Systeme. Ein Ticketsystem für innen, ein Kundenportal für außen — und ein Mensch, der zwischen beiden hin- und herschreibt. Genau diesen Menschen spart ameax ein.

Ein Vorgang. Zwei Sichten. Ein Datenbestand.

In ameax gibt es kein zweites System fürs Portal. Mitarbeiter und Kunde schauen auf denselben Vorgang und denselben Kommentarstrang. Was den Kunden erreicht, entscheidet ein Schalter — an jedem einzelnen Kommentar.

Was ist ein Vorgang?

Ein Vorgang ist in ameax ein Ticket: ein Servicefall, eine Anfrage, eine Reklamation, ein Projektschritt. Er hat eine Vorgangsart, einen Status, einen Zuständigen, eine Frist — und einen Kommentarstrang, in dem die gesamte Bearbeitung dokumentiert wird.

Was ist die Portalsicht?

Dasselbe Ticket, aus Kundenperspektive. Der Kunde meldet sich mit einem eigenen Zugang an, sieht seine Vorgänge, den freigegebenen Gesprächsverlauf und seine Dokumente — und kann antworten. Kein Export, keine Synchronisation, keine zweite Wahrheit.

Der Unterschied klingt technisch, ist aber der ganze Punkt: Wenn interne Notiz und Kundenantwort im selben Strang stehen, muss niemand mehr etwas doppelt schreiben. Und der Kollege, der den Fall morgen übernimmt, liest eine Geschichte statt zwei.

Der Schalter: pro Kommentar, nicht pro Vorgang

Beim Schreiben eines Kommentars steht eine Checkbox: „Von Accounts lesbar?" Ist sie gesetzt, sieht der Kunde den Eintrag. Ist sie es nicht, bleibt er intern.

Drei Eigenschaften machen daraus ein belastbares Werkzeug statt eines Häkchens:

  • Intern ist die Voreinstellung. Ein Kommentar ist erst einmal nicht freigegeben. Ein vergessenes Häkchen kann nichts ausplaudern — nur ein bewusst gesetztes gibt etwas frei.
  • Die Entscheidung ist nachträglich umkehrbar. Ein interner Kommentar lässt sich später freigeben, ein freigegebener wieder sperren — ohne ihn neu zu schreiben.
  • Jede Umschaltung wird protokolliert. Wer wann welchen Kommentar freigegeben oder gesperrt hat, steht am Kommentar. Das ist keine Statistik, das ist eine Beweiskette.

Der Filter greift dabei nicht im Layout, sondern in der Datenbankabfrage: Ein interner Kommentar wird an das Portal gar nicht erst ausgeliefert. Er ist nicht versteckt, er ist nicht da. Der Unterschied zählt an dem Tag, an dem jemand den Seitenquelltext ansieht.

Was der Kunde selbst schreibt, ist automatisch sichtbar — es ist ja seins. Und es lässt sich ihm auch nicht nachträglich wieder entziehen.

Sie sehen, ob er es gelesen hat

Jeder freigegebene Kommentar, den ein Kunde im Portal anschaut, wird protokolliert. Am Kommentar steht: „Dem Account angezeigt" — mit dem ersten und dem letzten Zeitpunkt, je Zugang.

Die Frage „Hat er meine Rückfrage überhaupt gesehen?" beantwortet das System. Nicht Ihr Bauchgefühl.

Das ist mehr als eine Lesebestätigung im Mailprogramm, die der Empfänger wegklicken kann. Es ist ein serverseitiges Zugriffsprotokoll — inklusive IP, wenn Sie es aktivieren.

Was der Kunde zurückgeben kann

Ein Portal, in dem man nur lesen darf, ist ein PDF mit Login. Im ameax-Portal kann der Kunde handeln:

  • Kommentieren. Seine Antwort landet im selben Strang, den Ihre Mitarbeiter sehen — und löst dort eine Benachrichtigung aus.
  • Einen Vorgang eröffnen. Wenn Sie es erlauben, meldet er ein Anliegen selbst, ohne Umweg über Telefon oder Postfach.
  • Den Status weiterschalten. Prozess-Buttons lassen sich für Kundenzugänge freigeben — „Problem besteht weiterhin", „Kann geschlossen werden". Der Kunde bewegt den Vorgang, statt darauf zu warten, dass jemand ihn bewegt.
  • Dokumente quittieren. Zu einem Dokument können Aktionen hinterlegt sein, die der Kunde im Portal erledigt. Ihre Mitarbeiter sehen in einer zentralen Liste, was offen und was erledigt ist. Das ist das eigentliche Feedback auf die Daten — nicht „gelesen", sondern „bearbeitet".
  • Dateien hochladen. Wo seine Rolle im Ordner das Recht dazu hat, legt er selbst etwas ab.

Jede dieser Aktionen erzeugt im Backend einen echten Datensatz — keine Mail, die jemand abtippen muss.

Sehen Sie die Portalsicht neben der Mitarbeitersicht. In 30 Minuten zeigen wir Ihnen beide Bildschirme nebeneinander — und was passiert, wenn Sie das Häkchen setzen.
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Tickets entstehen per E-Mail — auch aus alten Mails

Jede Vorgangsart bekommt ihre eigene Ticket-Adresse. Schreibt ein Kunde dorthin, passiert Folgendes automatisch:

  1. ameax sucht die Ticket-Nummer — im Betreff und im Nachrichtentext. Antwortet der Kunde also aus einem zitierten Mailverlauf heraus, wird die Nummer trotzdem gefunden.
  2. Gibt es den Vorgang, wird die Mail als Kommentar angehängt, Anhänge inklusive.
  3. Gibt es ihn nicht, wird ein Vorgang eröffnet — auf Wunsch samt Kundendatensatz, wenn der Absender unbekannt ist.
  4. Der Absender erhält eine automatische Eingangsbestätigung aus einem Textbaustein.
  5. War der Vorgang bereits abgeschlossen, wird er automatisch wieder geöffnet.

Ein Detail, das den Unterschied im Alltag macht: ameax findet den Vorgang auch über frühere Ticket-Nummern. Antwortet ein Kunde ein halbes Jahr später auf eine alte Mail, deren Nummer inzwischen überschrieben wurde, landet sie trotzdem im richtigen Vorgang — statt als Neuanlage im Nichts.

Vorgangsarten: Ihr Prozess, nicht unserer

Eine Reklamation läuft anders als eine Supportanfrage und die wieder anders als ein Onboarding. Deshalb ist in ameax fast alles pro Vorgangsart konfigurierbar:

  • Eigene Status je Vorgangsart, mit Farbe — und einer Funktion dahinter: offen, in Arbeit, geplant, Rückmeldung erforderlich, abgeschlossen.
  • Eigener Nummernkreis je Art, mit Kürzel. Sprechende Kennungen statt fortlaufender Zahlen.
  • Prozess-Buttons als Zustandsautomat: Aus welchem Status heraus ist der Button verfügbar, welchen Status setzt er, wer wird zuständig, was passiert sonst noch — Frist setzen, Checkliste anwenden, Nachricht an den Kunden, Beleg erstellen, Folge-Vorgang anlegen.
  • Kommentarpflicht: Ein Statuswechsel kann einen Kommentar erzwingen — inklusive der Entscheidung, ob der Kunde ihn sehen soll. So dokumentiert sich der Prozess selbst.
  • Zusatzfelder je Vorgangsart, mit Lese- und Schreibrechten bis auf Feldebene — auch für Kundenzugänge.

Wie lange Vorgänge in welchem Status hängen, zeigt eine eigene Verweildauer-Auswertung. Nicht als Zahlenwüste, sondern in Zeitklassen von „unter einer Stunde" bis „über ein Jahr", rot bis grün eingefärbt. Engpässe sieht man dort, bevor der Kunde sie anspricht.

Dokumente: der Ordner ist die Freigabe

Dokumente werden nicht einzeln freigegeben, sondern über Ordner und Rollen. Sie weisen einem Kunden einen Dokumentenbaum zu und legen je Ordner fest, welche Rolle dort lesen, hochladen, ändern oder löschen darf. Was ein Mitarbeiter in einen freigegebenen Ordner legt, ist damit sichtbar.

Das ist in der Praxis die robustere Logik: Eine Freigabeentscheidung pro Datei vergisst man; eine Ordnerstruktur nicht. Wer den Vertragsordner sieht, sieht Verträge — und der Praktikant, der ablegt, muss nicht bei jeder Datei die Datenschutzfrage neu beantworten.

Dazu kommen die Dinge, die ein Dokumentenarchiv erwachsen machen: Gelesen-Status je Kunde, eine tägliche Benachrichtigung über neue Dokumente, Aufbewahrungsfristen pro Ordner mit Papierkorb und Schonfrist — und ein Zugriffsprotokoll, das festhält, wer wann welches Dokument heruntergeladen hat.

Zwei Systeme oder eines?

SituationTicketsystem plus separates Portalameax
Interne Notiz am FallIm TicketsystemIm Vorgang, Häkchen nicht gesetzt
Antwort an den KundenSeparat verfassen, ins Portal kopierenIm selben Strang, Häkchen gesetzt
Interne Notiz nachträglich doch teilenNeu schreibenFreigeben — ein Klick, protokolliert
Hat der Kunde die Rückfrage gelesen?UnbekanntErster und letzter Zugriff stehen am Kommentar
Kunde antwortetPer Mail, jemand pflegt es nachKommentar im Vorgang, Benachrichtigung läuft
Kunde will den Fall schließenEr bittet darumEr drückt den freigegebenen Prozess-Button
Kunde antwortet auf eine alte MailNeues TicketLandet über die alte Ticket-Nummer im richtigen Vorgang
Kunde soll ein Dokument bestätigenMail mit Bitte um RückmeldungDokument-Aktion, erledigt oder offen — sichtbar in einer Liste
DatenstandZwei Systeme, ein AbgleichEin Datensatz, zwei Sichten

Wo die Module ineinandergreifen

Diese Seite beschreibt zwei Module, die einzeln funktionieren — und zusammen etwas ergeben, das keines von beiden allein kann.

Das Aufgabenmanagement liefert den Vorgang: Status, Zuständigkeit, Fristen, Prozesse, den Kommentarstrang. Das Dokumentenportal liefert die Tür nach außen: den Kundenzugang, die Rechte, die Dokumente. Der Schalter am Kommentar ist das Scharnier zwischen beiden.

Wer zusätzlich die Projektzeiterfassung einsetzt, hängt an den Vorgang direkt ein Zeitprojekt — die Bearbeitung wird also nicht nur dokumentiert, sondern auch abrechenbar. Und ein Prozess-Button kann aus dem Vorgang heraus einen Beleg erzeugen, sodass aus dem Servicefall ohne Medienbruch eine Rechnung wird.

Kurz gesagt

Der Aufwand in der Kundenkommunikation entsteht selten durch das Lösen des Problems. Er entsteht durch das Übertragen: von intern nach extern, von der Mail ins Ticket, vom Ticket ins Portal.

ameax löst das nicht mit einer Schnittstelle zwischen zwei Systemen, sondern indem es die zwei Systeme gar nicht erst baut. Ein Vorgang, ein Kommentarstrang — und an jedem Eintrag die bewusste Entscheidung, ob der Kunde ihn sehen soll. Voreingestellt ist: nein.

Was Interessenten
am häufigsten fragen.

Was ist ein Vorgang in ameax?

Ein Vorgang ist ein Ticket: ein Servicefall, eine Anfrage, eine Reklamation oder ein Projektschritt. Er hat eine Vorgangsart, einen Status, einen Zuständigen, Fristen und einen Kommentarstrang, in dem die gesamte Bearbeitung dokumentiert wird. Vorgangsarten, Status und Prozessschritte sind frei konfigurierbar.

Kann ich pro Kommentar entscheiden, ob der Kunde ihn sieht?

Ja. An jedem Kommentar sitzt die Checkbox „Von Accounts lesbar?“. Ist sie gesetzt, sieht der Kunde den Eintrag im Portal; ist sie es nicht, bleibt er intern. Die Voreinstellung ist intern — nur ein bewusst gesetztes Häkchen gibt etwas frei.

Kann ich einen Kommentar nachträglich freigeben oder wieder sperren?

Ja, in beide Richtungen und ohne den Kommentar neu zu schreiben. Jede Umschaltung wird mit Benutzer und Zeitpunkt protokolliert. Was der Kunde selbst geschrieben hat, kann ihm allerdings nicht nachträglich entzogen werden.

Sieht der Kunde interne Kommentare wirklich nicht?

Interne Kommentare werden an das Portal gar nicht erst ausgeliefert — der Filter greift in der Datenbankabfrage, nicht in der Darstellung. Der Kunde sieht ausschließlich seine eigenen Kommentare und die ausdrücklich freigegebenen.

Was genau sieht der Kunde als Gesprächsverlauf?

Die freigegebenen Kommentare des Vorgangs plus seine eigenen, dazu die Stammdaten des Vorgangs wie Kennzeichen, Ticket-Nummer, Status, Zuständigkeit und Fristen — jeweils abhängig von seiner Berechtigungsgruppe. Interne Änderungshistorie, Aktivitäten und E-Mails sind für ihn nicht sichtbar.

Kann ich sehen, ob der Kunde einen Kommentar gelesen hat?

Ja. Jeder Aufruf eines freigegebenen Kommentars im Portal wird protokolliert. Am Kommentar steht „Dem Account angezeigt“ mit erstem und letztem Zeitpunkt je Zugang. Optional wird zusätzlich die IP mitgeschrieben.

Was kann der Kunde im Portal selbst tun?

Kommentieren, je nach Freigabe einen Vorgang eröffnen, freigegebene Prozess-Buttons drücken und damit selbst den Status weiterschalten, Dokument-Aktionen erledigen und — wo seine Rolle im Ordner das Recht dazu hat — Dateien hochladen. Jede Aktion erzeugt im Backend einen echten Datensatz.

Entstehen Tickets automatisch aus E-Mails?

Ja. Jede Vorgangsart kann eine eigene Ticket-Adresse haben. ameax sucht die Ticket-Nummer im Betreff und im Nachrichtentext, hängt die Mail samt Anhängen als Kommentar an den Vorgang, eröffnet bei unbekanntem Vorgang ein neues Ticket und verschickt eine automatische Eingangsbestätigung. Ein bereits abgeschlossener Vorgang wird dabei wieder geöffnet.

Was passiert, wenn ein Kunde auf eine sehr alte Mail antwortet?

ameax führt eine Historie früherer Ticket-Nummern. Auch wenn die Nummer eines Vorgangs zwischenzeitlich überschrieben wurde, findet eine späte Antwort den ursprünglichen Vorgang wieder — statt als Neuanlage zu landen.

Wie werden Dokumente für den Kunden freigegeben?

Über Ordner und Rollen, nicht pro Datei. Sie weisen dem Kunden einen Dokumentenbaum zu und legen je Ordner fest, welche Rolle dort lesen, hochladen, ändern oder löschen darf. Was in einem freigegebenen Ordner liegt, ist damit sichtbar. Dazu kommen Gelesen-Status, Benachrichtigung über neue Dokumente, Aufbewahrungsfristen je Ordner und ein Zugriffsprotokoll.

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